Namensgebung: Unsere FREYDIS hat ihren Namen von der Tochter des Wikingers, Erich des Roten, der Grönland entdeckt und benannt hat. Freydis
gelangte als erste Frau um das Jahr 1000 n.Chr. als Haupt der 5. Wikinger-Expedition nach Amerika. Eingegangen in die Geschichte ist
sie nicht nur durch diese Pioniertat, sondern auch durch die Art, in der das Teufelsweib Streit an Bord "auf ihre Weise" schlichtete,
indem sie "einer germanischen Rachegöttin gleich ... zunächst ihre beiden isländischen Gefährten, sodann das gesamte weibliche
Ensemble mit der Axt erschlug ..." (zitiert aus "Die Wikinger - Saga" von R. Pörtner).
Bleibt nur anzumerken, dass wir heutzutage auf der FREYDIS nur sehr selten Streit haben und das wir die Methoden, diesen
beizulegen, doch sehr verfeinert haben mit Strafabbacken, schlimmstenfalls "Kielholen", Aufknüpfen an der Rah und anderen wirkungsvollen Mitteln.
Kurzer "Steckbrief" der FREYDIS:
Die Yacht FREYDIS ist eine modifizierte Reinke-Konstruktion vom Typ "Hydra" und für Reisen in die Extremgebiete der
Nord- und Südhalbkugel besonders verstärkt und ausgerüstet. Ihre Abmessungen:
- Länge : 14,31 m
- Breite : 4,15 m
- Tiefgang : 1,50/2,50 m
- Verdrängung : 25 to
- Kojenzahl : 8
Der Stahlknickspanter ist mit einem drehbaren Ballastkiel und einer waagrechten Bodenplatte (20 mm stark)
ausgestattet, was ein problemloses Trockenfallen auch auf schwierigem Untergrund wie Korallen und Steinen ermöglicht.
Dies kann übrigens sowohl freiwillig (Foto unten links / Staaten Insel-Argentinien), als auch unfreiwillig (Foto unten rechts / Neuseeland) erfolgen. Ein solides, nach hinten offenes Deckshaus
schützt die Crew bei schlechtem Wetter, ein freistehender Steuerstand im Cockpit erlaubt das Rudergehen auch bei schwierigen Wind- und Seeverhältnissen. 
Die FREYDIS ist kuttergetakelt. Segelfläche Am Wind 100 qm, Blister 150 qm, Spi 200 und 250 qm. Der Satz Sturmsegel besteht aus Fock I,
Fock II, Try und Sturmgroßsegel. Klicken Sie auf die Seitenansicht rechts, um das Bild zu vergrößern. Hauptmaschine: Schiffsdiesel vom Typ Mercedes OM 366 mit 126 PS. Der Faryman-Hilfsdiesel
treibt einen 220 Volt Generator, zwei Limas mit je 80 Amp und einen Kühlkompressor für die Kühlbox an. Die Yacht ist vorschriftsmäßig für Große Fahrt ausgerüstet
, u.a. mit zwei Sextanten, zwei GPS, Radar, UKW, zwei Kurzwellensendern, zwei EPIRB ( Satelliten-Seenotfunkbojen). Hinzu kommen eine ORBCOMM - Anlage und ein Wetterfax.
Schiff+Ausrüstung: |
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Konstrukteur: |
Reinke |
Erbauer: |
Kasko durch die Werft DIKUBO, Innenausbau in Eigenarbeit
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Segel: |
Insgesamt 12 Segel, alle von Lee Sails, Hongkong |
Motor: |
Mercedes OM 366 ,von Fa. Wiebesiek/Dietzum |
Tauwerk: |
Dyneema, Cup Schot, Gemini, Bavaria Festmacher und GEOLON alles von
Gleistein Tauwerk, Bremen |
Dingi : |
Typ JUCA S von METZLER, Mömbris |
Segelbekleidung : |
MUSTO Thermalsystem und MUSTO HPX - Trockenanzüge und HPX- Ocean atmungsaktives Ölzeug von Peter Frisch,
München |
Schwimmwesten : |
Automatische und Feststoffwesten von SECUMAR |
Seenotfunkboje : |
EPIRB von
Trans-Ocean, Cuxhaven  |
Fotoausrüstung: |
Dynax MINOLTA9 mit Originalobjektiven von MINOLTA |
Die 7 Weltreisen der Freydis:
Alle Reisen mit der Freydis II (erbaut 1978/79) beginnen und enden in Leer/Ostfriesland
Die 1. Reise 1981/82:
Rund Südamerika und 1. Abstecher zur Antarktischen Halbinsel, Dauer 11 Monate, Distanz ca 23.000 sm, Heide beschreibt die Reise in „Weit im Norden liegt Kap Hoorn“Die 2. Reise 1986:
Rund Nordatlantik und ins Nordpolarmeer, (– Neufundland – SW-Grönland – Island –Ostgrönland - Scoresbysund – Jan Mayen – Spitzbergen ), Dauer 7 Monate, Distanz ca 10.000 sm, Heide „Wo Berge segeln“3. Reise 1987/88: Rund Nordatlantik und ins Nordpolarmeer, (Rund Spitzbergen – Karibik – Neufundland – Westgrönland – Island) Dauer 16 Monate, Distanz ca 26.000 sm, Heide: „Wo Berge segeln“ 4. Reise 1988/89: Rund Afrika (Mittelmeer – Rotes Meer – Kanal von Mozambik – Kap der Guten Hoffnung – Namibia – Brasilien – Karibik ) Dauer 12 Monate, Distanz ca 25.000 sm
5. und 6. Reise 1990 bis 2002: Überwinterung im Kratersee der Vulkaninsel Deception am Rande der Antarkt. Halbinsel –Umsegelung von Antarktika in West-Ost Richtung – Besuch der
an seiner Peripherie liegenden Inseln und Archipele. Nach der Umrundung von Antarktika umsegeln wir die Erde in Ost-West Richtung, davon die ersten 18 Monate im Rahmen Einer
Expedition in Melanesien mit drei Teams des GEO-Magazins. Dauer der Antarktisumrundung 7 Jahre von März 1991 bis März 1998, Distanz ca 44.000 sm, Dauer der Weltumsegelung in
Ost-West Richtung 5 Jahre, ca 51.000 sm. Über die Überwinterung und anschließende Umrundung von Antarktika sind von Heide 4 erzählende Bücher und von Heide u. Erich
gemeinsam 4 Text-Bildbände im Verlag Delius Klasing publiziert worden. „Gestrandet in der weißen Hölle“ ist der erste Titel(Siehe unter Bücher
). Kurzübersicht 1990 bis 2002:
DAUER:
12 Jahre. Start am 12. Mai 1990 in Leer, Ende: 20. Juli 2002 in Leer.
DISTANZ: ca. 94.000 Seemeilen, davon 44.077 Seemeilen für die Antarktisumrundung von Deception nach Deception. Unsere
ZIELE waren:
10-monatige Überwinterung im Kratersee der Vulkaninsel Deception (Pos 63°S / 60°W) am Rande der Antarktischen Halbinsel, die
wir bereits im Januar 1982 im Rahmen unserer Reise rund Südamerika 1981/82 das erste Mal besucht hatten .
- Im Anschluß an die Überwinterung: Umsegelung der Antarktis in West-Ost Richtung und Besuch fast aller an ihrer Peripherie
liegenden antarktischen und subantarktischen Archipele. Mit einer Segelyacht kann man diese Inseln nur im kurzen antarktischen
Sommer von Mitte Dezember bis Mitte März erreichen. Und nur in dieser kurzen Spanne tobt auf den im südlichen Eismeer
verstreuten Landkrümeln das pralle Tierleben, denn dann dienen sie Millionen von Seevögeln und Robben als Brut- bzw Wurfplatz.
Wir unternahmen insgesamt fünf Reisen ins atlantische, indische und pazifische Südpolarmeer in den Jahren 1991/93/94/96 und 98.
Sobald der Südwinter mit Packeis, Schiffsvereisung, Stürmen und Dunkelheit nahte, wichen wir in gemäßigte Breiten und
subtropische Gefilde aus, wo wir die Freydis überholten, um dann zu Inseln zu segeln, die meist als Naturreservate ausgewiesen waren.
- Mit unserem dritten Besuch auf Deception (nach 1982 und 1991) im März 1998 hatten wir die Antarktis umrundet und wollten über
Kapstadt und den Atlantik nach hause. Als uns aber die Redaktion des GEO-Magazins mit der Anfrage überraschte, ob wir mitsamt
der Freydis als Basisschiff für eine viermonatige GEO-Expedition in entlegene und schwer zugängliche Gebiete Melanesiens zur
Verfügung stünden, sagten wir kurz entschlossen zu und änderten unsere Pläne. Wir segelten im Winter vom Kap Hoorn den
ganzen Pazifik in Gegenrichtung (Ost-West) zurück nach Noumea/Neukaledonien, dem vereinbarten Starthafen. Im Anschluß an die
Expedition mit drei GEO-Teams in Vanuatu, den Salomonen und Papua-Neuguinea überführten wir die Freydis nach Townsville in
Queensland/ Australien. Dort ließen wir die Freydis im folgenden Jahr (2000) auf einer Werft gründlich überholen und setzten
anschließend die Reise durch das Große Barriere Riff und die Torres Straße nach Darwin fort. In den beiden Folgejahren 2001 und
2002 segelten wir auf der klassischen Route in Ost-West Richtung weiter und überquerten den Indischen Ozean. Anfang Januar 2002 starteten wir von Kapstadt aus zur Heimreise. Ankunft in Leer: Ende Juli 2002.
Die 7. Weltreise:2004 Leer – Lissabon – SAL/Kap Verden 2005
Transatlantik – Grenada – Venezolanische Inseln – Panama – Acapulco – La Paz (Baja California) 2006 Hawaii – Midway-Atoll – Aleuten – Alaska HI –Kodiak – Kenai HI – Cordova/Prince-William-Sound 2007 Kenai HI – Kodiak – Alaska HI – Inseln im Beringmeer – Kotzebue/Tschucktschen-See – King Cove/Alaska HI 2008
Alaska HI – Kodiak – Kenai HI – PWS – Kajak-Insel – Fjorde im Golf von Alaska (Icy-, Yakutat- und Lituya-Bay) – Inside Passage – Campbell River/Vancouver Island 2009
(geplant) Vancouver – San Francisco – San Diego – Ensenada (Baja California) 2010 (geplant) über die Südsee nach Neuseeland Weitere Informationen zu Mitsegelmöglichkeiten
hier.
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