Gelandet auf Bora Bora

Dienstag, 21. Mai

Wir sind über das Atoll Katiu nach Tahiti gesegelt. Von dort über Moorea nach Bora Bora.

Ein wunderschöner Törn geht hier zu Ende.

Bilder von diesem Südsee-Törn IV folgen. Vorab einige Unterwasseraufnahmen unserer Freundin Mareijke Düttmann.

Herzliche Grüsse

Heide & Erich

Picasa

Veröffentlicht unter Reisebericht | Hinterlasse einen Kommentar

Törn III/2013: Von den Marquesas zu den Tuamotus

Makemo/Tuamotus, den 8. Mai 2013

Hallo Freunde,

wir liegen für ein paar Tage in einer blauen Lagune des Makemo Atolls vor Anker, lassen die Seele baumeln und bereiten den nächsten Törn vor. Er wird uns noch über weitere Tuamotu-Inseln zu den obligaten Südseeparadiesen Moorea, Bora Bora und Tahiti führen.

Hinter uns liegt ein abwechslungsreicher Törn, der auf Nuku Hiva (Marquesas) begann, uns über Hiva Oa und Fatu Hiva zu Tuamotu-Atollen wie Raroia und Makemo führte. Diese Strecke sind wir 1999 schon einmal mit der Freydis II gesegelt, damals auf dem Wege nach Noumea/Neukaledonien zum Einsatzort unseres Abenteuers mit den GEO-Teams durch Melanesien.

Die Inseln und Ihre Bewohner haben uns auch diesmal bezaubert. Zumindest äußerlich hat sich nicht viel geändert, natürlich haben technischer Fortschritt und Globalisierung auch diese Eilande nicht ausgespart. In Nuku Hiva und Hiva Oa gab es zum Beispiel vor 14 Jahren kaum Autos. Jetzt fährt fast jeder Insulaner einen großen japanischen Geländewagen. Als wir das Atoll Raroia das erste Mal besuchten, war es noch ein verträumtes Fleckchen am Ende der Welt. Seither hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt, große Perlfarmen sind angelegt worden und die Insel ist mit dem Rest der Welt durch eine große Start- und Landebahn verbunden; es wird viel investiert in die Infrastruktur, in Schule, Klinik und weitere öffentliche Gebäude; die Mattscheiben der Fernseher flimmern abends durch die Öffnungen der Hütten.

Unser Favorit ist noch immer das tief beeindruckende und noch recht ursprüngliche Fatu Hiva mit seinen Schluchten, Bergen, Wäldern und Wasserfällen. Die Wanderungen durch diese tropische Landschaft werden wir nicht vergessen. Und auch nicht Erichs Geburtstagsfeier bei den Einheimischen.

Übrigens: auf dem ausgedehnten Riff von Raroia waren wir zwei Tage lang unterwegs auf der Suche nach der Stelle, an der 1947 die Kon Tiki mit Thor Heyerdahl und seinen Freunden gestrandet war. Dabei zogen wir an zahllosen kleinen Modus (Sandinselchen mit Palmen) vorbei, die sich wie erlesene Perlen einer Kette in der türkisfarbenen Lagune aneinanderreihten.

Die Gedenktafel, die vor ein paar Jahren aufgestellt wurde – sie ist im Internet abgebildet – konnten wir leider nicht ausfindig machen – nur ein Monument aus Korallenblöcken mit einer Madonna.

Quelle
Die Einwohner – Polynesier – begegneten uns ausnahmslos freundlich, zurückhaltend und hilfsbereit und hinterließen in uns stets das Gefühl, dass bei Ihnen Geschäftliches nicht so sehr im Vordergrund steht. Feilschen ist nicht üblich, Trinkgelder werden oft zurückgewiesen.

Für uns wie auch für unsere mitsegelnden Freunde – alle bereits Freydis-kundig – verging die Zeit viel zu schnell. Immer neue Eindrücke an Land, genug zu tun auf See und natürlich bei jeder Gelegenheit Baden und Schnorcheln im blaugrünen, glasklaren Wasser der Buchten und Lagunen.

Heide & Erich

Veröffentlicht unter Reisebericht | Hinterlasse einen Kommentar

2013-05-04: Kurzer Lagebericht

Montag, 06.05.2013, 22:03 GMT+2 :: Tuamotu Archipel

Unser Etappenziel Makemo haben wir pünktlich erreicht. Gestern ging unsere Crew von Bord nach einem sehr abwechslungsreichen und harmonischen Törn. Auch wenn alles gut verläuft und unsere Mitsegler gute »Mitspieler« sind, ist es doch anstrengend, wir brauchen dann ein paar Tage Pause.

Drei Tage sind uns vergönnt, dann kommt die nächste Truppe.

Wir besuchen noch zwei weitere Atolle. Dann folgen Tahiti, Moorea und Bora Bora. In Bora Bora unterbricht Heide die Reise, setzt einige Törns aus und kommt dann wieder in Tonga oder Fiji an Bord.

Wir hatten in den letzten Monaten seit Panama nur sehr begrenzt Zugang zum Internet, immer verbunden mit Zeitdruck und Übertragungsschwierigkeiten. Wir haben noch nicht einmal unsere eigenen Blogbeiträge geniessen können. Vielleicht klappt es von hier aus besser.

Wir ankern vor dem Dorf, können uns einloggen. Abgebucht wird von der Kreditkarte zu 4 € pro Stunde.

Veröffentlicht unter Reisebericht | Hinterlasse einen Kommentar

Stürmischer Empfang bei den Edlen Wilden

Montag, 06.05.2013, 22:30 GMT+2

Auf Nuku Hiva gibt es nicht nur Menschenfresser

Alle Bilder sind von unserem Starfotografen Horst aufgenommen (der Mann, der seinen  Durst diesmal mit Kokosnussmilch löscht) – siehe unten.

 

 

Veröffentlicht unter Reisebericht | Hinterlasse einen Kommentar

Nachricht von Hiva Oa

18. April 2013 22:38:44 MESZ

Sind gestern in Hiva Oa angekommen. Die Crew ist mit Leihwagen und Fahrer auf Inseltour, während Heide + ich uns um das “Übliche” kümmern: einen 2 Meter langen Stock, da unsere Toilette verstopft ist, Baguetten und Früchte (die wachsen hier wie im Garten Eden), zu Paul Gauguin wollen wir und zu Jaques Brel, die hier beide begraben liegen. Und Diesel tanken müssen wir auch noch.

Morgen geht´s unter Segeln nach Fatu Hiva.

Wir sitzen hier in dem einzigen Bistro der Insel. Dank freundlicher Unterstützung des Besitzers haben wir Internet-Anschluss. Offiziell geht das nur über die Post – denen sind aber schon seit längerem die Karten ausgegangen.

Im Vergleich zu Nuku Hiva ist diese Insel noch sehr ländlich sittlich und kaum auf Touris, geschweige denn Kreuzfahrtschiffe eingestellt. Uns gefällt es hier, alles so friedlich. Fatu Hiva wird noch ruhiger, dort gibt es nicht einmal einen Flugplatz.

Den nächsten Internetanschluss haben wir vielleicht erst in Moorea oder Tahiti.

Kann also sein, dass Ihr eine Weile nichts von uns hört.

Veröffentlicht unter Reisebericht | Hinterlasse einen Kommentar

Endlich Südsee

Sonntag, 14.04.2013, 12:10 (GMT+2) :: Marquesas

Ein Jahr später

Es kommt uns wie eine kleine Ewigkeit vor – dabei ist es gerade erst ein Jahr her, dass wir die neue Freydis in Leer zu Wasser gelassen und getauft haben. Aber die Vielzahl der Erlebnisse einer Reise in ständig wechselnder Umgebung führt wohl zu einer verzerrten Wahrnehmung.

Nach 20 Tagen und 3.205 Seemeilen…

…sind wir wohlbehalten auf den Marquesas angekommen und ankern in der Baie de Taiohae auf Nuku Hiva. Die Einklarierungsformalitäten beim freundlichen Gendarmen waren in 10 Minuten erledigt (und kostenlos) – was für ein wohltuender Unterschied zu den aufgeblasenen und geldgierigen Bürokraten auf den Galapagos.

Wetter und immer noch Technik

Die lange Passage zu den Marquesas hatten wir uns entspannter vorgestellt, aber der Passat wehte nicht so gleichmäßig, wie erwartet. Ein Tief hatte sich in der Äquatorialen Tiefdruckrinne gebildet und reichte weit nach Süden. Heftige Regenschauer und Gewitterböen zwangen zu vielen Segel- und Reffmanövern. Zum Glück hatten wir zunehmenden Mond, so dass wir die schwarzen Ungeheuer nachts wenigstens kommen sahen, bevor sie uns überfielen. Erst am 10. Tag, auf 9° Süd, normalisierte sich das Wetter.

Mit Crew an Bord steuern wir grundsätzlich per Hand. Da wir auf diesem Abschnitt aber nur zu dritt waren, konnte sich der elektronische Steuermann – Elektromotor von Jeff, Elektronik von Simrad – nun erstmals bewähren. Vorsorglich haben wir zwei getrennte Systeme installiert. Das war gut so, denn in einer der beiden Anlagen steckt immer noch ein kleines ungelöstes Problem in der Elektronik.

Unser Stromerzeugungsproblem haben wir nicht in den Griff bekommen: Die neuen Geräuschdämpfer der Ampair-Wassergeneratoren hielten genau sieben Tage. Danach mussten wir wieder täglich die Maschine zwei Stunden mitlaufen lassen. Die Windgeneratoren alleine reichen nicht aus, um Kühltruhe, Tiefkühltruhe und Selbststeuerung zu versorgen.

Manches funktioniert auch länger

Schon auf den Galapagos durfte man kein Wasser trinken, das nicht abgekocht war. Auf den Marquesas ist das nicht anders – die vielen Wildschweine und Ziegen verunreinigen das Trinkwasser. Gut, dass unser Watermaker so zuverlässig arbeitet.

Verschnaufpause

Eine knappe Woche können wir auf Nuku Hiva verschnaufen. Eine gründliche Schiffsreinigung steht an, danach einige Wartungsarbeiten und Reparaturen und dann Provianteinkauf für die vor uns liegenden Abschnitte nach Fatu Hiva, zu den Tuamotus und nach Tahiti.

Was man hier sonst noch alles unternehmen kann?

In bestem Neudeutsch:

  • An Land: walking, hiking, biking, beach combing, sightseeing, meeting, entertaining,
  • Im Wasser: swimming, snorkeling, diving, water boarding, canoeing,
  • An Bord: small talking, relaxing, drinking, eating, star watching und fresh air snapping.
Veröffentlicht unter Reisebericht | 10 Kommentare

Panama – Galapagos (4): Galapagos

Freitag, 22.03.2013

Leider neigt sich unser Galapagos-Aufenthalt dem Ende zu. Auch wenn hier alles umständlich, aufwändig und natürlich sehr touristisch ist – ein Stop lohnt sich immer.

Wir haben die Freydis in die Hafenbucht von San Christoval gelegt und mit eigenem Guide 5 Tage lang interessanteste Plätze des Archipels aufgesucht. Eine kleine Agentur hatte alles nach unseren Wünschen organisiert. Auch unsere Mitsegler waren hellauf begeistert. Sie haben nach dem Ende des Törns den privaten Aufenthalt über und unter Wasser (Schnorcheln, Tauchen) fortgesetzt. 4 sind gerade beim Tauchen, zwei auf einer 5-tägigen Kreuzfahrt zu Inseln, die wir in der kurzen Zeit nicht besuchen konnten.

Für uns beide war der Besuch bei den Kindern von Karl, Marga und Gus Angermeyer auf der Insel Santa Cruz sowie den Kindern und Enkeln von Frau Wittmer auf der Insel Floreana ein besonderes Erlebnis. Mit Angermeyers hatten wir vor 31 Jahren herrliche Tage verbracht; das Bild, das uns Karl damals mit Fingern gemalt hatte – Pinsel gab es dort nicht -, zählt zu unseren liebsten Erinnerungsstücken.

Unser “dritter Mann”, Erhard Schorte, ist inzwischen eingetroffen. Eigentlich wollten wir die lange Passatstrecke zu den Marquesas zu zweit segeln, aber Erhard zählt quasi zur Familie. Er ist seit 25 Jahren mit uns “durch dick und dünn” gesegelt, vor allem auf schwierigen Etappen im Südpolarmeer.

Heute haben wir Frischproviant eingekauft, denn morgen wollen wir starten. Wir freuen uns darauf, wieder einmal sorglos in den Tag hinein zu segeln. Denn die nächsten 3 Wochen werden wir keinen Kontakt zur Außenwelt haben. Kurzwelle mit Pastor (E-Mail) sowie Iridium Handy sind zwar an Bord, aber wir greifen nur im Notfall darauf zurück.

Mehrere “Trans-Ocean” Yachten, die wir schon in Panama kennen gelernt haben, sind inzwischen eingetroffen. Wahrscheinlich sehen wir uns dann auf den Marquesas und auf weiteren Stationen der Barfußroute wieder.

Unsere Freunde von der “Rainbow” stecken immer noch in Panama – sie haben viel Pech mit ihrer Technik einschl. Hauptmaschine. Die beiden können über ihre Pannen mit ihrer neuen HR 49 schon ein ganzes Buch schreiben. Sie wollen versuchen, bis zu den Marquesas wieder Anschluss an die Freydis zu bekommen.

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Panama – Galapagos (3): Eintrittskarte ins Paradies

Mittwoch, 20.03.2013, 17:57:12

Bürokratie im Paradies

Wir gehen an einem Samstag in Baquerizo Moreno (Insel San Cristobal) vor Anker. “Capital del Paradiso” lesen wir auf einer Tafel an der Pier, an der die Besucher anlanden.

Um das Paradies betreten zu dürfen, müssen jedoch erst einmal viele bürokratische Hürden genommen werden – und welche Bürokratie der Welt arbeitet schon gerne am Samstag und Sonntag – wenn sie es denn überhaupt tut. Hier kommen Beamte und Agenten in drei Wellen, die dritte Welle folgt am Montag und umfaßt 11 Personen! Als sie abzieht, dürfen wir endlich die gelbe Flagge Q unter der Saline einholen und uns an Land bewegen.

Nichts für arme Yachties

Bis dahin haben wir noch nichts vom Paradies gesehen, sind aber schon eine Menge Dollar losgeworden: Für die Capitania 290 (dafür, dass wir in der Bucht ankern dürfen), für den Eintritt in den Nationalpark 800 , für die Immigration 80 , für die Polizei 30, für die Quarantäneuntersuchung 30, für die Ausklarierung 15, für den Agenten, der das Geld einsammelt, 150 – macht zusammen US$ 1.395.

Panamakanal und Galapagos sind also nichts für arme Yachties. Nun sind wir gespannt, was uns in Polynesien erwartet.

Heisser Empfang durch die Seelöwen, die gleich von der Freydis und ihrem Dingi Besitz ergreifen.

Alles viel unbürokratischer. Und nur ungern stören wir sie und nur ungern machen sie Platz, wenn wir das Schiff übers Heck verlassen wollen. Die Dusche hilft da etwas nach. Leider lassen sie deutliche Spuren im Dingi zurück. Tom hat seine liebe Mühe, den Kot und den Urin zu entfernen.

Aber wo sollen die Seelöwen auch hin?

Überall liegen sie an der Uferpromenade. Das sieht zwar putzig aus, ist es aber nicht. Ihr natürlicher Lebensraum ist ihnen genommen, die Stadt wuchert, Bauboom ohne Ende, der Zuzug vom Festland hält an. Vor wenigen Jahren war Baquerizo Moreno in der Wreck Bay noch ein verschlafenes Fischernest, heute zählt die Stadt über 10.000 Einwohner, die zahlreichen Katzen und Hunde nicht mitgerechnet, die eine permanente Bedrohung für die Tierwelt sind.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Panama – Galapagos (2): Heiss brennt die Äquatorsonne

Montag, 18.03.2013, 23:23:55 (GMT+0)

Am 10. Tag seit Panama kommt der Äquator in Sicht. Von Deck aus ist er nicht zu erkennen, aber dafür umso besser auf dem Bildschirm mit der eingespielten Seekarte und dem GPS.

Wir sind im Kalmengürtel, wenig Wind. Mit Groß und Genua und Maschinenunterstützung streben wir zu unserem Ziel, der Insel Isabella.

Heiss brennt die Äquatorsonne, die hier in diesem Monat mittags im Zenit steht. Die Crew döst im Schatten, liest oder will Bier trinken.

Äquatortaufe?

Äquatortaufe 2002

Eigentlich steht beim Überschreiten des Äquators eine arbeitsintensive und manchmal auch schmerzhafte Reinigungsprozedur an für diejenigen, die noch nie den Äquator mit einem Schiff überschritten haben.

Äquatortaufe 2002

Äquatortaufe 2002

Nachdem aber bei der letzten Äquatortaufe vor 10 Jahren unser damaliger Zeremonienmeister Hans von einer Mitseglerin kräftig gebissen und zerkratzt wurde, stimmen alle der Auffassung des Skippers zu, dass die Crew bereits geläutert ist und man allenfalls mit Sekt etwas nachspülen solle.

Veröffentlicht unter Allgemein, Reisebericht, Törns | Hinterlasse einen Kommentar

Panama – Galapagos (1): Cocos Insel

Montag, 18.03.2013, 20:57:22 (GMT+0)

Die Cocos Insel liegt nicht auf dem direkten Weg von Panama zu den Galapagos Inseln. Aber wir waren uns einig an Bord, dass wir den Umweg von ca. 80 Meilen in Kauf nehmen, um unsere Neugier zu stillen. Nicht wegen der immer noch nicht gehobenen Schätze, die aufzuspüren bereits an die 500 Expeditionen versucht haben. Jedes Graben nach den Piratenschätzen ist nämlich inzwischen von der Regierung Costa Ricas untersagt.

Aber so einsam im Ozean liegende Inseln üben einen starken Reiz aus – nicht nur auf uns, wie wir immer wieder feststellen. Eine tropische, gebirgige Insel kommt in Sicht. Steilküste, dichter Urwald, Palmen, hier und da eine kleine Sandbucht, Wasserfälle. Die Insel erinnert uns an die Napali-Coast auf Kauai.

Aufenthaltsdauer Verhandlungssache

Unser Aufenthalt ist leider von kurzer Dauer. Heiner und Roberto, die beiden jungen Naturschutzbeauftragten von der Station, bedauern, dass sie angewiesen sind, alle von Panama ankommenden Yachten umgehend wegzuschicken. Nur diejenigen dürfen vier Tage bleiben, die sich in Costa Rica bei den zuständigen Behörden eine Aufenthaltsgenehmigung besorgt haben. Aber welche Yacht segelt schon wegen dieses Papiers extra nach Costa Rica?

Heide verhandelt mit ihnen auf spanisch. Ergebnis: Wir dürfen zwei Nächte bleiben – wegen “Maschinenschadens” und sie legen uns nahe, von den Galapagos einen Protestbrief an die zuständige Behörde in Costa Rica zu schicken.

Seepocken…

Als erstes folgt ein großes Badeprogramm: Moritz, Katharina und der Skipper entfernen mit Malerspachtel die Seepockenkolonien, die sich unter der Bodenplatte angesiedelt haben. An die waren wir beim Trockenfallen in Panama nicht herangekommen. Die Aktion bringt künftig sicherlich einen halben Knoten mehr an Geschwindigkeit.

…und Dschungelschweine

Mittags geht die Crew an Land. Verlaufen kann man sich nicht, denn es führt nur ein Trail von der Stationshütte an der Bachmündung in die Höhe und über einen Bergrücken von der Chatham- in die Waver Bay.

Es ist ein phantastischer Marsch durch den Dschungel. Ab und zu kreuzen verwilderte Schweine unseren Pfad. Gegen Einbruch der Dunkelheit kehren wir müde und verschwitzt zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Entsalzungstestlauf

Gerne würden wir am nächsten Tag noch einmal in den Urwald, aber wir wollen die Großzügigkeit unserer Naturschützer nicht strapazieren.

So aktiviert der Skipper, von Moritz unterstützt, die Seewasserentsalzungsanlage, die nach bestandenem Test vor einem ¾ Jahr am Ausgang des Ärmelkanals eingemottet wurde. Bisher waren wir mit den Tankvorräten (2 x 600 Liter) gut ausgekommen. Aber auf den Galapagos soll das Trinkwasser knapp und schlecht sein.

Der Kompressor der Entzalzungsanlage läuft nicht mit Batteriestrom, sondern wird über Keilriemen von der Hauptmaschine angetrieben. Immer, wenn die Hauptmaschine läuft, können wir bei Bedarf Süsswasser filtern. Da wir regelmäßig, d.h. alle zwei Tage, mit der Hauptmaschine die Batterien nachladen, bekommen wir das gefilterte Wasser “gratis”. Ein tolles Prinzip. Hoffentlich ist das System nicht störanfällig. Wir haben noch keine Erfahrung mit Watermakern und sind gespannt, wie lange es gut geht.

Das Wetter verschlechtert sich zusehends. Regenschauer, Gewitter. Wir sind immer noch in den Kalmen.

Veröffentlicht unter Reisebericht | Hinterlasse einen Kommentar