{"id":3932,"date":"2017-03-09T09:23:56","date_gmt":"2017-03-09T08:23:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/?page_id=3932"},"modified":"2017-03-30T18:17:14","modified_gmt":"2017-03-30T17:17:14","slug":"leseprobe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/buecher\/weit-im-norden-liegt-kap-hoorn\/leseprobe\/","title":{"rendered":"Leseprobe &#8222;Weit im Norden liegt Kap Hoorn&#8220; (Heide Wilts)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/buecher\/weit-im-norden-liegt-kap-hoorn\/\">Zur Buchvorstellung<\/a> \u00a0\/\/ <a href=\"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/buecher\/\">Zur Buchserie<\/a><\/p>\n<h2>Leseprobe aus Kapitel 3 &#8222;Vorsto\u00df in die Antarktis&#8220;:<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/cover01plus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3642 alignright\" src=\"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/cover01plus-640x1024.jpg\" alt=\"Buch: Weit im Norden liegt Kap Hoorn (Band 1)\" width=\"250\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/cover01plus-640x1024.jpg 640w, https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/cover01plus-188x300.jpg 188w, https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/cover01plus-768x1229.jpg 768w, https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/cover01plus.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/p>\n<span class=\"su-dropcap su-dropcap-style-flat\" style=\"font-size:1.5em\">A<\/span>m Nachmittag geht <em>Freydis<\/em> im Hafen von Montevideo an die Mooring. Nach Erledigung der \u00fcblichen Formalit\u00e4ten sitzen wir noch bis sp\u00e4t abends im Terrassencaf\u00e9 des Yachtclubs und \u00fcberdenken alles, was es in den n\u00e4chsten Tagen zu erledigen gibt. Die Abendsonne erreicht unseren kleinen Tisch und gibt uns wohlige Entspannung. Wie lange w\u00fcrden wir wohl auf unserer weiteren Reise auf so friedvolle Stunden verzichten m\u00fcssen? Diese aufkeimenden Sentimentalit\u00e4ten werden j\u00e4h unterbrochen durch das Erscheinen von drei vollbepackten Gestalten in z\u00fcnftigen Overalls \u2013 Thilo, Uli und Claus, die noch fehlenden Crewmitglieder, werden st\u00fcrmisch begr\u00fc\u00dft: Thilo, der J\u00fcngste, studiert Gartenbau und ist leidenschaftlicher Bastler, was auch unserem Schiff schon h\u00e4ufig zugute kam. Uli hat gerade sein Medizinstudium beendet, und Claus kommt aus dem Verlagswesen. Alle drei sind erfahrene Segler.<\/p>\n<p>Aber wo war unser siebter eingeplanter Mann, der Christian? Ausgerechnet am Abreisetermin mu\u00dfte er wegen eines Leistenbruchs operiert werden und kann zu unser aller Bedauern die vor uns liegende Etappe nicht mitsegeln, doch er wird sp\u00e4ter in Chile zusteigen und dann mit uns beiden die Westk\u00fcste S\u00fcdamerikas entlangsegeln.<\/p>\n<p>In aller Fr\u00fche geht es zum Segelmacher und dann zum Schmied, der das gebrochene Auspuffrohr schwei\u00dft. In einem Gesch\u00e4ft f\u00fcr Schiffszubeh\u00f6r besorgen wir uns endlich zwei neue Riemen f\u00fcr unser Dingi. Dann hasten wir zum Handelshafen, um ein Schiff mit dem Namen <em>Polar-Queen<\/em> zu suchen, das unter norwegischer Flagge in die Antarktis fahren soll. Bereits in Deutschland hatte Folkmar mit einigen Crewmitgliedern der <em>Polar-Queen<\/em> Kontakt aufgenommen. Wir haben gro\u00dfes Interesse daran, mit ihnen in Funkkontakt zu treten, da uns an m\u00f6glichst vielseitigem Informationsaustausch liegt. Aber weder die zahlreichen Schiffsagenturen, die wir ansprechen, noch die deutsche Botschaft wissen etwas \u00fcber den Verbleib des Schiffes.<\/p>\n<p>An Bord wird unterdessen fieberhaft gearbeitet, um die Yacht wieder voll in Schu\u00df zu bringen. Dazu geh\u00f6ren Inspektions- und Ausbesserungsarbeiten an der Maschine, am Hilfsdiesel, am stehenden und laufenden Gut sowie an der Windsteueranlage.<\/p>\n<p>Die zahlreichen Segel, betr\u00e4chtliche Mengen an zus\u00e4tzlich gekauftem Proviant und die pers\u00f6nlichen Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde m\u00fcssen so verstaut werden, da\u00df sie griffbereit liegen. Zun\u00e4chst scheint es fast unm\u00f6glich, Ordnung in dieses Chaos zu bringen, mit der Zeit findet aber doch alles einen festen Platz in den Schapps, in den Kunststoffk\u00f6rben, die auf der nicht belegten Lotsenkoje festgelascht werden, in den S\u00e4cken an neuangebrachten Haken, in den Netzen und Schwalbennestern \u00fcber den Kojen.<\/p>\n<p>Sorgen machen wir uns um Thilos Seesack, der als einziges Gep\u00e4ckst\u00fcck der Crew nicht angekommen ist, und in dem sich auch unsere gesamte Post sowie ein f\u00fcr uns gebackener Weihnachtsstollen meiner Freundin befindet. Thilo hatte den Verlust bei seiner Ankunft sofort gemeldet und best\u00e4tigen lassen. Nun fragen wir t\u00e4glich am Flugplatz und im B\u00fcro der Luftfahrtgesellschaft an. Aber wir erfahren nichts, was weiterhilft.<\/p>\n<p>Die beiden Neuen, Uli und Claus, erwartet eine besondere verantwortungsvolle Aufgabe. Sie sollen vor dem Auslaufen eine Liste s\u00e4mtlicher Sicherheits- und Seenot-Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde aufstellen. Das behagt den beiden gar nicht, zumal sie vom Rest der Crew nur sarkastische, nichtssagende Antworten bekommen.<\/p>\n<p>Beleidigt machen sie sich daran, <em>Freydis<\/em> durchzuschn\u00fcffeln und alles auszur\u00e4umen, was nach Rettung und Sicherheit aussieht. Sie breiten ihre Fundsachen so \u00fcbers ganze Schiff aus, da\u00df bald jeder freie Platz belegt ist. Der Weg von Achterkammer zum Vorschiff wird zum Hindernislauf \u00fcber Schwimmkr\u00e4gen, Markierungsbojen, orangefarbene Flaggen, Signalpistolen, Nebelh\u00f6rner, Lecksegel, Notsender und Feuerl\u00f6scher. Nach mehreren Stunden findet sich erstaunlicherweise wieder alles, wo es hingeh\u00f6rt. Skipper Erich vergleicht die fertige Liste mit seiner eigenen auf Vollst\u00e4ndigkeit. Dann werden in einer Crew-Besprechung diverse Notf\u00e4lle und die Handhabung der jeweiligen Rettungsmittel durchgespielt.<\/p>\n<p>Es gibt zwar viele Theorien \u00fcber das Verhalten bei schweren St\u00fcrmen, doch allgemein g\u00fcltig ist keine. Auch wir wissen nicht, was f\u00fcr uns in diesem Fall das beste sein w\u00fcrde: Unter Sturmbesegelung wie Moitessier vor dem Orkan und den Brechern dahinzujagen, oder beizudrehen, oder aber vor Topp und Takel mit ausgebrachtem Treibanker bzw. alten Autoreifen, die wir uns in Montevideo noch besorgt haben, zu lenzen. Jedenfalls liegt alles erforderliche Material griffbereit oben in den Backskisten.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Fall, da\u00df ein Brecher unser Deckshaus zerst\u00f6ren sollte, in das wir vor unserer Abreise noch einen starken Niro-\u00dcberrollb\u00fcgel eingeschwei\u00dft hatten und dessen Fenster aus Spezial-Verbundglas bestehen, ist vorgesorgt: Einz\u00f6llige Teakbretter in Form eines Steckschottes riegeln im Ernstfall das Cockpit vom Schiffsinnern ab. Das w\u00e4re auch dann ein Vorteil, wenn Brecher das Cockpit vollschlagen w\u00fcrden und das eingedrungene Wasser nicht schnell genug durch die vier Lenzrohre abflie\u00dfen k\u00f6nnte. Unsere gro\u00dfe Sorge galt einer m\u00f6glichen Durchkenterung, und wir verwendeten allergr\u00f6\u00dfte Sorgfalt darauf, in diesem Fall den Schaden m\u00f6glichst klein zu halten.<\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeit einer Kenterung ist ja nicht nur eine Ausgeburt unserer schreckhaften Phantasie. Ber\u00fchmte Beispiele sind die <em>Tzu Hang<\/em> mit den Smeetons, die auf der Route um Kap Hoorn zweimal durchkenterte, die Masten verlor und die Umrundung erst im dritten Anlauf schaffte, und auch die <em>Ice Bird<\/em> mit David Lewis, die dreimal durchkenterte und ebenfalls das Rigg verlor.<\/p>\n<p>Wir arretieren unseren drehbaren Kiel mit einem starken Bolzen. Er soll verhindern, da\u00df bei Kopfstand der zweieinhalb Tonnen schwere Kiel in den Schwertkasten f\u00e4llt und das Schiff sich nicht wieder aufrichten kann. Der Mast war vor der Abreise zus\u00e4tzlich mit Backstagen und einem Fockstag gesichert worden. Alle Entl\u00fcfter werden in Montevideo verschlossen, damit kein Wasser ins Schiff dringen kann. S\u00e4mtliche Schapps werden verriegelt, alle Bodenbretter kentersicher festgeschraubt, jede Koje bekommt zwei Gurte, um die Schlafenden zu sichern. F\u00fcr den Fall eines gr\u00f6\u00dferen Wassereinbruchs haben wir mit drei gro\u00dfen Handlenzpumpen und je einer Impellerpumpe an der Hauptmaschine und dem auch mit Handkurbel anwerfbaren Hilfsdiesel vorgesorgt. Die Leistung einer Impellerpumpe betr\u00e4gt 20 000 Liter pro Stunde.<\/p>\n<p>In meiner Bordapotheke sind alle Medikamente wasserdicht in Folie eingeschwei\u00dft. Bisher immer stolz auf meine reichhaltige Ausr\u00fcstung, werde ich nun von Uli verunsichert, der mir ein &#8222;Trumm&#8220; von Bohrmaschine zeigt, dessen Kopf er f\u00fcr zahn\u00e4rztliche Zwecke umgebaut hat. Aus Angst vor &#8222;antarktischen Zahnschmerzen&#8220; hat er sogar die 30 Kilogramm \u00dcbergewicht beim Fluggep\u00e4ck in Kauf genommen.<\/p>\n<p>Mit Folkmars Studienkollegen, Lutz Zornin, einem Uruguayer deutscher Abstammung, und seiner Familie, die wir schon in Deutschland unseren Freunden und Verwandten als Kontaktadresse angegeben hatten, machen wir am n\u00e4chsten Tag einen Ausflug nach Punta del Este.<\/p>\n<p>Dieses wohl modernste Seebad S\u00fcdamerikas machte in neuerer Zeit politische Schlagzeilen: 1961 wurde hier auf einer inter-amerikanischen Konferenz die f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung Lateinamerikas wichtige Charter von Punta del Este unterzeichnet, 1967 das Abkommen, nach dem bis 1980 ein gemeinsamer lateinamerikanischer Markt gegr\u00fcndet werden sollte.<\/p>\n<p>Gar zu gerne h\u00e4tten wir weitere Ausfl\u00fcge in die Umgebung Montevideos gemacht, aber die notwendigen Arbeiten am Schiff gehen nat\u00fcrlich vor. Au\u00dferdem haben die Neuank\u00f6mmlinge mit den T\u00fccken der Nahrungsumstellung sehr zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Die Stadt Montevideo selbst haben wir trotz der knappen Zeit recht gut kennengelernt, wozu uns die unz\u00e4hligen mehr oder minder erfolgreichen Besuche in Werkst\u00e4tten, Ausr\u00fcstungsl\u00e4den und Superm\u00e4rkten verholfen haben. Im Gegensatz zu den brasilianischen St\u00e4dten wirkt Montevideo fast wie eine europ\u00e4ische Gro\u00dfstadt. Der Verkehr, besonders in den Hauptstra\u00dfen, ist trotz der wirtschaftlichen Probleme des Landes von nervenaufreibender Dichte mit einem Schu\u00df s\u00fcdamerikanischer Unbek\u00fcmmertheit. Ein gravierender Unterschied gegen\u00fcber Europa besteht allerdings: Nirgends sonst sieht man so viele Oldtimer, darunter wahre Schmuckst\u00fccke des Automobilbaus vergangener Jahre.<\/p>\n<p>Am 21. Dezember ist Countdown vor dem Auslaufen. An Bord werden die letzten freien Stellen in der K\u00fchltruhe und den Proviantschapps ausgef\u00fcllt. F\u00fcr einige Wochen sind wir nun mit Nahrungsmitteln versorgt. An mir ist es jetzt, f\u00fcr m\u00f6glichst rationellen Verbrauch der leicht verderblichen Nahrungsmittel zu sorgen.<\/p>\n<p>Von Thilos Gep\u00e4ck nach wie vor keine Spur. Aus unserer sehr reichlich mitgenommenen warmen Kleidung kann er trotzdem hinreichend ausger\u00fcstet werden. Traurig ist es aber schon, da\u00df wir nun keine Weihnachtspost erhalten, also auch keine Neuigkeiten von unseren Lieben zu Hause.<\/p>\n<p>Dann endlich Leinen los. Mannschaften uruguayischer und argentinischer Nachbarschiffe winken mit Signalflaggen und blasen die Nebelh\u00f6rner. Viele der anderen im Hafen liegenden Schiffe stimmen in die Abschiedszeremonie mit ein. Sie rufen von allen Seiten &#8222;Good luck, merry Christmas, hasta Luego, feliz Navidad&#8220;.<\/p>\n<p>Bis Montevideo hatten wir sowohl n\u00f6rdlich wie auch s\u00fcdlich des \u00c4quators s\u00e4mtliche gleichartig verlaufenden Windzonen durchquert. Das \u00e4ndert sich jetzt. Montevideo liegt in der Grenzzone zwischen den Ro\u00dfbreiten und den westlichen Winden. Dieses Gebiet gilt als &#8222;ein Kampfplatz der subtropischen und polaren Winde&#8220; (&#8222;Handbuch des atlantischen Ozeans&#8220;, Band 2). Gef\u00fcrchtet sind hier die &#8222;Suestados&#8220;, St\u00fcrme, die schnell und ganz unvorhergesehen aufkommen. Erste Kostproben hatten wir ja schon kurz vor Montevideo erhalten.<\/p>\n<p>Im &#8222;Ocean-Passages of the World&#8220; wird empfohlen, sich f\u00fcr die Fahrt zu den Falkland-Inseln m\u00f6glichst weit westlich zu halten, wegen der auf der direkten Linie vorwiegend starken Westwinde. Die Hochdruckgebiete \u00fcber dem S\u00fcdatlantik als auch auf der anderen Seite des s\u00fcdamerikanischen Kontinents, die bei zirka 30 Grad S\u00fcd nahezu station\u00e4r liegen, und subpolare von West nach Ost ziehende Tiefdruckgebiete sind Ursache dieser starken Luftstr\u00f6mungen.<\/p>\n<p>Bekanntlich dreht der Wind auf der S\u00fcdhalbkugel im Uhrzeigersinn in ein Tief hinein: Beim Durchzug eines derartigen Druckgebietes ergeben sich somit Windrichtungen von Nordwest nach S\u00fcdwest. Diese Winde f\u00fchren besonders in der Falkland-Region oft zu schweren St\u00fcrmen mit hohem Seegang.<\/p>\n<p>Die unmittelbar vor uns liegende Zone der La-Plata-M\u00fcndung ist ber\u00fcchtigt f\u00fcr ihre zus\u00e4tzlichen unregelm\u00e4\u00dfigen, starken Windstr\u00f6mungen. Wir entschlie\u00dfen uns \u2013 entgegen den Empfehlungen \u2013 zun\u00e4chst einen \u00f6stlichen Kurs einzuschlagen, um m\u00f6glichst schnell vom M\u00fcndungsgebiet Abstand zu gewinnen. Erst dann laufen wir in s\u00fcdlicher Richtung weiter.<\/p>\n<p>Wir wollen versuchen, unseren Zeitplan einzuhalten, der vorsieht, da\u00df wir Anfang Januar die Falkland-Inseln wieder verlassen haben m\u00fcssen, um sp\u00e4testens Mitte Januar in der Antarktis zu sein. (Wie sich anschlie\u00dfend zeigte, hat sich dieser Zeitplan im Hinblick auf die sp\u00e4teren kriegerischen Auseinandersetzungen zus\u00e4tzlich bew\u00e4hrt.) Auf diese Weise k\u00f6nnen wir hoffen, an Kap Hoorn vorbeizukommen, ehe die Sturmh\u00e4ufigkeit dort allzusehr zunimmt. Zugleich bietet dies die M\u00f6glichkeit, das sturmreichste und gef\u00e4hrlichste Gebiet der Erde, die &#8222;Roaring Forties&#8220; und &#8222;Furious Fifties&#8220;, m\u00f6glichst schnell und senkrecht zur dort gew\u00f6hnlich herrschenden Windrichtung zu durchqueren.<\/p>\n<p>Mit m\u00e4\u00dfiger Brise aus S\u00fcdost segeln wir am Leuchtturm der Isla de Flores vorbei. In der Nacht dreht der Wind auf Nordost, dann auf Nord und danach Nordwest. Wir gehen drei Wachen von 00.00 Uhr bis 04.00 Uhr, 04.00 Uhr bis 08.00 Uhr und 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr, die mit zwei Mann besetzt werden. Da ich Smut bin und daher wachfrei, fehlt auf einer Wache der zweite Mann. Hierf\u00fcr springt aus den anderen Wachen jeweils einer umschichtig ein.<\/p>\n<p>Der Wind l\u00e4\u00dft nach, wir wechseln von der Fock auf die Genua und sp\u00e4ter auf den Spinnaker. Seel\u00f6wen \u00e4ugen aus dem Wasser, ein Albatros verfolgt schon lange unser Schiff; der Himmel ist den Tag \u00fcber bew\u00f6lkt, nur am Nachmittag scheint f\u00fcr zwei Stunden noch einmal kr\u00e4ftig die Sonne. Die Lufttemperatur betr\u00e4gt 20\u00b0C, wie das Wasser. Die wachfreien Crewmitglieder liegen auf dem Deckshaus oder dem Vordeck und genie\u00dfen die warme Sonne.<\/p>\n<p>Der Wind frischt auf. Wir bergen den Spinnaker und baumen statt dessen die Genua aus. Auch am folgenden Tag bleibt der Wind gleichm\u00e4\u00dfig.<\/p>\n<p>Heiligabend. Am Morgen klettern Erich und ich \u00fcber unsere Kojen-Leebretter. Es duftet schon nach Kaffee. Drau\u00dfen strahlender Sonnenschein und wolkenloser Himmel. In der Sonne kann man noch schwitzen. Wir befinden uns auf 37\u00b0 54&#8242; S\u00fcd und 54\u00b0 58&#8242; West. Den &#8222;Forties&#8220; sind wir also schon sehr nahe. Wir rechnen mit einer baldigen Wetterverschlechterung und genie\u00dfen daher diesen herrlichen Tag um so mehr. Ich setze mich zu den anderen ins Cockpit und lese &#8222;Magellan&#8220; von Stefan Zweig \u2013 sehr anschaulich und f\u00fcr mich geradezu hautnah. Thilo und Folkmar montieren die etwas st\u00e4rkere elektronische Steueranlage auf einen Holzsockel an der Steuers\u00e4ule. Das S\u00e4gen, Bohren und Feilen verwandelt das Cockpit in eine Tischlerwerkstatt. Selbst Robis Fre\u00dfnapf bleibt nicht verschont von S\u00e4gemehl.<\/p>\n<p>Gegen 16.30 Uhr ist es Zeit, Funkkontakt aufzunehmen. Wir h\u00f6ren Ottos Stimme aus Ostfriesland und die von Peter aus Ilha Grande.<\/p>\n<p>Wir geben unsere wichtigsten Botschaften durch, unter anderem, da\u00df wir Christian in Puerto Natales erwarten werden statt in Punta Arenas, und da\u00df unsere gesamte Weihnachtspost mit Thilos Seesack verlorengegangen ist. Zum Schlu\u00df spricht jeder pers\u00f6nlich seine Weihnachtsgr\u00fc\u00dfe. Das Ganze wird von Otto auf Band aufgenommen und kann dann unseren Angeh\u00f6rigen vorgespielt werden.<\/p>\n<p>Zur gem\u00fctlichen Teestunde zaubert Claus als \u00dcberraschung einen echten Weihnachtsstollen aus seinem Gep\u00e4ck. Robi schleicht um die Angel und l\u00e4uft miauend von einem zum anderen. Sie hat Hunger. Getrocknetes Katzenfutter aus Montevideo, anger\u00fchrt mit Trockenmilch, lehnt sie als Festessen ab. Ich erbarme mich und \u00f6ffne eine Dose Thunfisch. Kaum hat sie sich dar\u00fcber hergemacht, als ein ausgewachsener Bonito als Weihnachtsbraten an die Angel geht. Robi fri\u00dft noch Herz und Leber und s\u00e4ubert dann gen\u00fc\u00dflich ihr Maul auf Claus\u2019 frischem &#8222;Bunny-Hemd&#8220;, das er f\u00fcr besondere Gelegenheiten reserviert hatte.<\/p>\n<p>Nach dem Abendessen, mit K\u00e4se \u00fcberbackene Brote mit Tomaten, Cervelatwurst, Kapern und Champignons, dazu Mayonnaise, mixt Claus uns einen Drink aus Rum, Zitronensaft und Zucker mit gesch\u00e4lter Zitronenscheibe am gezuckerten Glasrand. \u00dcberw\u00e4ltigt von so hoher Barkeeper-Kunst wird die Stimmung immer ausgelassener.<\/p>\n<p>Dennoch, verglichen mit der Fr\u00fchzeit der christlichen Seefahrt, geht\u2019s bei uns durchaus zahm zu. Am 7. Dezember 1768, \u00fcber zwei Jahrhunderte vor uns, segelte Cook von Rio aus in den S\u00fcden, auf der Suche nach einem dort vermuteten Kontinent. Cooks Mitsegler Banks beschreibt die Weihnachtsfeier so: &#8222;Alle guten Christen \u2013 d.h. die Mannschaften an Bord \u2013 betranken sich f\u00fcrchterlich, so da\u00df es kaum noch einen n\u00fcchternen Mann auf dem Schiff gab; Wind Gott sei Dank sehr m\u00e4\u00dfig, was sonst aus uns geworden w\u00e4re, wei\u00df nur der Herr.&#8220;<\/p>\n<p>Auch bei uns reicht es zu einer beschwingten Bescherung. Ein gro\u00dfer Kiefernzapfen, der mit einer Kerze an der Spitze dekoriert ist, dient als Weihnachtsbaum. An die Zapfenbl\u00e4tter habe ich f\u00fcnf kleine Geschenke aus Uruguay geh\u00e4ngt. Thilo hat f\u00fcr jeden etwas H\u00fcbsches aus Deutschland mitgebracht. Erich und ich bekommen Lesestoff, Folkmar eine Schiefertafel, damit er besser Navigationsberechnungen durchf\u00fchren kann, Uli einen Mini-Zinnhumpen, damit er sein Bier nicht mehr aus der Dose trinken mu\u00df, und Claus eine kleine Windm\u00fchle, die sicher gute Arbeit verrichtet in den &#8222;br\u00fcllenden Vierzigern&#8220;. Uli, mit viel Watte in seiner Antarktis-Montur auf Weihnachtsmann getrimmt, verteilt reihum liebevoll eingepackte, kleine Geschenke aus dem t\u00e4glichen Bordleben. Weise Reden und viel Spa\u00df begleiten diese ungew\u00f6hnliche Bescherung. Wir sitzen noch lange im Cockpit zusammen und feiern unseren stimmungsvollen Heiligabend auf hoher See.<\/p>\n<p>Weihnachten. Unsere Festtagsstimmung wird schon in der Fr\u00fche j\u00e4h gest\u00f6rt. Ein Bolzen der Lichtmaschinenhalterung ist gebrochen. Die Folgen: ein gerissenes Kabel und Kurzschlu\u00df in der Bordelektrik. Die Spezialisten sind gefordert. Folkmar, der Ingenieur, und Thilo, der Hobbybastler, reparieren mit viel M\u00fche die Sch\u00e4den. Mittags wird die Arbeit nur kurz unterbrochen durch eine Festtags-Fischmahlzeit.<\/p>\n<p>Ich sitze nach dem Essen wieder im Cockpit, mit Robi auf dem Scho\u00df, lese Magellan und freue mich \u00fcber einige Robben, die uns begleiten und mit Kunstst\u00fccken unterhalten. Erst wenige Tage sind wir nun als Crew zusammen. Jeder bem\u00fcht sich, seinen Platz in der Gemeinschaft zu finden. Noch ist keine Wolke zu sehen, die das Zusammenleben st\u00f6ren k\u00f6nnte. Wie sich die Crew unter widrigen Umst\u00e4nden verh\u00e4lt, wird sich wohl bald herausstellen, denke ich.<\/p>\n<p>Nach unserer Mittagsposition, 41\u00b0 S\u00fcd, 52\u00b0 West, sollten wir bereits in den sogenannten &#8222;br\u00fcllenden Vierzigern&#8220; sein. Statt dessen wechseln Totenflaute mit leise s\u00e4uselnder Windst\u00e4rke 2 ab. In den n\u00e4chsten Tagen regnet es h\u00e4ufiger und bleibt tr\u00fcbe. Die Sonne schaut nur gelegentlich einmal hervor. Der Wind bl\u00e4st aus Nordwest mit 4 bis 5 Beaufort. Wir kommen gut voran. Wassertemperatur 14\u00b0C, Lufttemperatur 17\u00b0 C.<\/p>\n<p>Thilo ist tagelang eifrig mit Klopfen, H\u00e4mmern und S\u00e4gen besch\u00e4ftigt. Uli meint, wenn wir ihn drei Wochen allein auf dem Schiff lie\u00dfen, w\u00fcrde er die <em>Freydis<\/em> sicherlich zum Dreimaster mit Festkiel umbauen. So bleibt es aber im wesentlichen dabei, da\u00df die st\u00e4rkere Selbststeueranlage endlich zum Arbeiten gebracht wird. Sie ist jedoch nicht nur st\u00e4rker, sondern auch wesentlich lauter, und macht sich bei Unterhaltungen im Cockpit unangenehm bemerkbar.<\/p>\n<p>Unser ostfriesisches Teest\u00fcndchen wird \u2013 bisher jedenfalls \u2013 t\u00e4glich p\u00fcnktlich um 17.00 Uhr eingehalten. Der Tee wird nat\u00fcrlich auch jetzt auf hoher See mit Kluntje und Tubensahne serviert. Wahrscheinlich w\u00fcrde es eine Meuterei an Bord geben, wenn irgendwann auf der Route \u2013 die Gefahr besteht derzeit noch nicht, da Thilo Nachschub an Ostfriesen-Tee wohlweislich mitbrachte \u2013 die Vorr\u00e4te an Kluntje, Ostfriesen-Tee und Tubensahne verebben sollten.<\/p>\n<p>Uli, Thilo und Erich spielen lautstark ihre Skatrunden mit einem besonderen Blatt, das anstelle der \u00fcblichen Hofgesellschaft auf den Bildern Figuren aus einer &#8222;Dreigroschen-Opern&#8220;-Welt zeigt. Eine schwarzhaarige Ganovenbraut hat es Uli besonders angetan. Mit der &#8222;Sch\u00f6nen&#8220; ziehen wir ihn noch h\u00e4ufig auf und tr\u00f6sten ihn damit, da\u00df sie sicherlich auf den Falklands auf ihn warte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen fl\u00fcchten wir \u00fcbrigens \u00f6fter mit unserer Lekt\u00fcre in die Messe. Mit Zweigs &#8222;Magellan&#8220; bin ich fast zu Ende. Das Buch hat mir erst so richtig die Bequemlichkeiten unseres Bordlebens bewu\u00dft gemacht. Bei Folkmar und Claus, wie auch allen anderen, ist das ansteckende &#8222;Hornblower&#8220;-Fieber ausgebrochen. Gierig wird das vielb\u00e4ndige Werk Foresters von f\u00fcnf Leuten gleichzeitig verschlungen.<\/p>\n<p>Eine Nacht, ein Tag und wieder eine Nacht nichts als nervenaufreibende Flaute und schlagende Segel. Ein Albatros schwimmt wie eine Gans um unser Boot herum. Sonnenschein, Windstille und nur leichter Seegang sind das richtige f\u00fcr Robi. Sie spielt mit allen Tampen, die ihr in den Weg kommen. Besonders interessant findet sie es, wenn wir auf Proviantsuche gehen. Wie eine Schlange schl\u00fcpft sie zwischen die Dosen in die Schapps. Manchmal wird sie eingeschlossen. Dann zw\u00e4ngt sie sich entweder durch ein kaputtes L\u00fcftungsgitter wieder heraus oder miaut kl\u00e4glich bis zu ihrer Befreiung.<\/p>\n<p>Mehrmals sehen wir die Umrisse gro\u00dfer Haie dicht beim Schiff. Beruhigend, da\u00df unsere <em>Freydis<\/em> einen soliden Stahlrumpf hat und nicht ein gebrechliches Faltboot ist, etwa wie das von Franz Romer, mit dem er 1928 den Atlantik \u00fcberquerte. Sein eigent\u00fcmliches Segelfahrzeug bestand nur aus einem mit Gummihaut \u00fcberzogenen Lattenger\u00fcst von sechs Meter L\u00e4nge. Auf hoher See war er von Haien angegriffen worden. Nur heftigste Gegenwehr mit dem Flaggenstock rettete ihn vor den Z\u00e4hnen dieser Biester.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich, am n\u00e4chsten Tag, Wind um 5 Beaufort. Wir setzen den Blister und machen gute Fahrt. Gegen Mittag nimmt der Wind weiter zu. Der Zeiger des Barographen sinkt in den Keller. \u00dcber ein Millibar Luftdruckabfall pro Stunde! Gewitterb\u00f6en bis St\u00e4rke 9 und Regen fegen \u00fcber uns hinweg. Unsere Selbststeuer-Anlage hat ihre Arbeit eingestellt. Wir haben sie zur Schalld\u00e4mmung in zuviel Schaumgummi gepackt, und nun war sie hei\u00dfgelaufen. Jetzt mu\u00df zun\u00e4chst einmal die Crew bei dem \u00fcblen Wetter steuern und f\u00fcr den Unsinn b\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Lufttemperatur geht zur\u00fcck. Sie betr\u00e4gt nur noch 12\u00b0 C, Wassertemperatur um 10\u00b0 C. Die Zeiten f\u00fcr Wasch- und Plansch-Partien sind endg\u00fcltig vorbei.<\/p>\n<p>Silvester. Gegen Morgen weht b\u00f6iger S\u00fcdwest zwischen 6 und 8. Wir m\u00fcssen gegenankreuzen. Der Wind h\u00e4lt den ganzen Tag an, nimmt sogar noch zu. Hoher Seegang hat sich aufgebaut. Was im Schiff nicht niet- und nagelfest ist, f\u00e4llt krachend und scheppernd herunter. Es gibt nur noch Suppe und Eintopf.<\/p>\n<p>Von unseren Funkerfreunden in S\u00fcdafrika, S\u00fcdamerika und Deutschland m\u00fcssen wir daran erinnert werden, da\u00df heute Silvester ist. Silvester auf den Falkland-Inseln, daraus wird leider nichts mehr. Der Barograph zeigt f\u00fcr die letzten eineinhalb Stunden wieder einen atemberaubenden Sturz an, noch bevor es richtig losgeht: 8 mit extrem langen, schweren Regenb\u00f6en. Die &#8222;br\u00fcllenden Vierziger&#8220; zeigen uns, da\u00df sie ihren Namen nicht umsonst f\u00fchren.<\/p>\n<p>Um 24.00 Uhr MEZ denken wir an unsere Angeh\u00f6rigen und Freunde zu Hause und schl\u00fcrfen, in viel Wolle geh\u00fcllt, im Cockpit einen fast alkoholfreien Drink aus Zitrone, Ananas und Pfirsichsaft aus der Dose mit einem kleinen Schu\u00df Aquardiente. Uli meint nachdenklich, f\u00fcr diese Entziehungskur habe er nun so viel Geld ausgegeben. Aber, verschoben ist nicht aufgehoben. Wir werden eben etwas versp\u00e4tet auf den Falkland-Inseln unsere Dreiliter-Super-Sekt-flaschen-Korken knallen lassen, das nehmen wir uns jedenfalls vor.<\/p>\n<p>Windst\u00e4rke 9. Regen und Hagel peitschen durchs Cockpit. Grobe See mit schweren Brechern und K\u00e4lte machen das Rudergehen in fast v\u00f6lliger Dunkelheit zu einer enormen Strapaze.<\/p>\n<p>Kurz vor Eintritt in die &#8222;w\u00fctenden F\u00fcnfziger&#8220; und dem Beginn der klassischen Kap-Hoorn-Umrundung, die von 50 S\u00fcd bis 50 S\u00fcd f\u00fchrt, f\u00e4llt der Barographen-Anzeiger wieder in den Abgrund. 12 Millibar in 24 Stunden, und nach leichtem Anstieg erneut be\u00e4ngstigendes Abfallen. Ein gewaltiger Sturm aus S\u00fcdwest mit B\u00f6en bis 60 Knoten verbunden mit sehr hohem Seegang machen ein Aufkreuzen nach Port Stanley zun\u00e4chst unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Sogar der Skipper ist seekrank und hat starke Kopfschmerzen. Sein Magen streikt. Er mu\u00df in die Koje. Kartoffelbrei und Kakao am Abend tun gut. In ihrer Not \u2013 anscheinend ist sie auch seekrank \u2013 fri\u00dft auch Robi davon. Sie liegt bei Erich und verschl\u00e4ft den ganzen Tag.<\/p>\n<p>Wir haben noch niemals einen solchen Sturm erlebt. Doch <em>Freydis<\/em> schl\u00e4gt sich so tapfer, da\u00df unser Vertrauen in sie st\u00e4ndig w\u00e4chst und damit gleichzeitig unser eigenes Selbstbewu\u00dftsein gest\u00e4rkt wird. Prost Neujahr!<\/p>\n[&#8230;]\n<div class=\"su-button-center\"><a href=\"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/buecher\/weit-im-norden-liegt-kap-hoorn\/#kaufen\" class=\"su-button su-button-style-default su-button-wide\" style=\"color:#111;background-color:#febd69;border-color:#cc9854;border-radius:5px\" target=\"_self\" title=\"Buch kaufen\"><span style=\"color:#111;padding:7px 20px;font-size:16px;line-height:24px;border-color:#ffd196;border-radius:5px;text-shadow:none\"><i class=\"sui sui-book\" style=\"font-size:16px;color:#111\"><\/i> Buch kaufen<\/span><\/a><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/buecher\/weit-im-norden-liegt-kap-hoorn\/\">Zur Buchvorstellung<\/a> \u00a0\/\/ <a href=\"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/buecher\/\">Zur Buchserie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Buchvorstellung \u00a0\/\/ Zur Buchserie Leseprobe aus Kapitel 3 &#8222;Vorsto\u00df in die Antarktis&#8220;: m Nachmittag geht Freydis im Hafen von Montevideo an die Mooring. 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