{"id":6844,"date":"2021-04-21T18:38:09","date_gmt":"2021-04-21T17:38:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/?page_id=6844"},"modified":"2021-04-23T15:14:23","modified_gmt":"2021-04-23T14:14:23","slug":"ausgewaehlte-rezensionen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/buecher\/rezensionen\/ausgewaehlte-rezensionen\/","title":{"rendered":"Ausgew\u00e4hlte Rezensionen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Band 4: AUF DER ROUTE DER ALBATROSSE&nbsp;(1996)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"su-accordion su-u-trim\">\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Konrad Delius,&nbsp;<strong>Verlag Delius Klasing,<\/strong>&nbsp;Bielefeld<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Band-4-Brief-von-Konrad-Delius.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Band-4-Brief-von-Konrad-Delius<\/a><\/div>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Arthur Doerwaldt, Berlin, Obmann der&nbsp;<strong>Kreuzer-Abteilung des DSV<\/strong><\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>AUF DER ROUTE DER ALBATROSSE \u2013 Buchkritik der Kreuzer-Abteilung des DSV<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das \u201e<strong>Beste Segelsportbuch des Jahres<\/strong>\u201c wurde Heide 1996&nbsp;&nbsp;f\u00fcr ihr Buch \u201e&nbsp;<strong><em>Auf&nbsp;&nbsp;der Route&nbsp;<\/em><\/strong><strong><em>der Albatrosse<\/em><\/strong>\u201c&nbsp;&nbsp;der F\u00f6rderpreis der Kreuzer-Abteilung des DSV zuerkannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Arthur Doerwaldt, Berlin,&nbsp;&nbsp;Mitglied der Jury, \u00e4u\u00dferte sich wie folgt: \u201e&#8230;Die Jury war sich einig, dass gerade Ihr Buch \u201e<strong><em>Auf der Route der Albatrosse<\/em><\/strong>\u201c ein ganz ungew\u00f6hnliches Buch ist \u2013 in jeder Hinsicht \u201eKlasse\u201c, wie einer der Juroren schrieb. Es besticht durch die Ehrlichkeit, mit der Gef\u00fchle und Erleben in der aufger\u00fchrten Natur, mit Angst oder Unwohlsein nicht heruntergespielt wurden. Wir alle ahnen, dass dahinter eine menschliche und seem\u00e4nnische Leistung steht, die ihresgleichen sucht!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und in den Nachrichten der Kreuzer-Abteilung 2\/96 hei\u00dft es:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201e Aus der Fr\u00fchjahrsproduktion der Verlage m\u00f6chte ich besonders hervorheben:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<strong><em>Auf der Route der Albatrosse<\/em><\/strong>&nbsp;&nbsp;&#8230; Ein Buch der Gegens\u00e4tze, eine hei\u00df-kalte Reise um den s\u00fcdlichen Teil des Globus von Kap Horn nach Australien zu Inseln von kalter, strenger, aber \u00fcberw\u00e4ltigender Sch\u00f6nheit, in die der Mensch nicht passen will. Die Kartenskizzen zu den verschiedenen Zielen veranschaulichen den Text, dessen ausdrucksreiche Sprache im Vorstellungsverm\u00f6gen eines Seglers scharfe und farbige Bilder des eben Gelesenen entstehen l\u00e4sst \u2013 das ist schon eine seltene Kunst. Die Vielzahl der guten Bilder \u2013 von mir aus k\u00f6nnte ihre Zahl noch viel gr\u00f6\u00dfer sein \u2013 erg\u00e4nzen und unterstreichen den Inhalt des Buches.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8230;Freude am Segeln und nicht ungef\u00e4hrliche Abenteuer, die Sehnsucht nach grandioser, unber\u00fchrter Natur und so ganz nebenbei auch manches zur Seemannschaft, zur Strategie des \u00dcberlebens l\u00e4sst sich aus dem Bericht erlernen \u2013 Seite f\u00fcr Seite ein lesenswertes Buch.\u201c<\/p>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Band 5: SEGELN ANS ENDE DER WELT &#8211; Mit der FREYDIS ins S\u00fcdpolarmeer (2000)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"su-accordion su-u-trim\">\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span><strong>Frankfurter Allgemeine<\/strong>&nbsp;am 22.02.2001<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>Rezensionen<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 22.02.2001<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Meere<\/strong><br><br>&#8222;Segeln ans Ende der Welt&#8220; von Heide Wilts. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2000. 352 Seiten, 92 Farbfotos, 22 Karten. Gebunden, 44 Mark. ISBN 3-7688-1220-0.<br><br><strong>Das Segelschiff  &#8222;Freydis&#8220; ist uns eine alte Bekannte,<\/strong> denn \u00fcber die beiden ersten Abschnitte ihrer Antarktisumrundung berichtete die Autorin schon in den B\u00fcchern &#8222;Gestrandet in der wei\u00dfen H\u00f6lle&#8220; (1992) und &#8222;Auf der Route der Albatrosse&#8220; (1997). Dieser Band erz\u00e4hlt vom vorletzten Teil der siebenj\u00e4hrigen Reise. Heide und Erich Wilts segeln um die Antarktis s\u00fcdlich der drei Sturmkaps. Nach dem dramatischen Beginn des Unternehmens, der \u00dcberwinterung auf der Vulkaninsel Deception, und der Reise durch den S\u00fcdatlantik und s\u00fcdlichen Indischen Ozean liegt nun mit der Tasmansee und dem S\u00fcdpazifik der dritte Abschnitt vor ihnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Abenteuer wird das Schiff an subantarktischen und antarktischen Inseln vorbei tief ins S\u00fcdpolarmeer f\u00fchren, bis zum entlegensten, geheimnisvollsten Teil der Antarktis, dem Rossmeer. Dabei besuchen die beiden Seeleute Inseln, die noch nie zuvor von einer Segelyacht angelaufen wurden. Enorm vielseitig behandelt der Text sowohl geographische wie geschichtliche Aspekte der Seefahrt im tiefen S\u00fcden, Entdeckungen &#8211; und Ausbeutungen. Lebensnah und nicht ohne Humor zeigt die Autorin dem Leser eine sonderbare Tier- und Pflanzenwelt, erz\u00e4hlt von Begegnungen mit au\u00dfergew\u00f6hnlichen Menschen, schildert die Sch\u00f6nheiten einer unber\u00fchrten Natur, aber auch Probleme des Zusammenlebens der Crew unter extremen Bedingungen, ihre \u00c4ngste und die Anstrengungen. Ein richtiges &#8211; und dabei aufrichtiges &#8211; Abenteuerbuch. (G.W.M.)<\/strong><br><br>Alle Rechte vorbehalten. \u00a9 F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main<\/p>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span><strong>Die Welt<\/strong>&nbsp;am 5. Jan 2001<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>\u201eDie See ist ungew\u00f6hnlich steil und wild bewegt. Wei\u00df sch\u00e4umende Wassergebirge w\u00e4lzen sich aus unterschiedlichen Richtungen auf uns zu und lassen die \u201eFREYDIS\u201c torkeln und straucheln. Es sind die h\u00f6chsten Roller, die ich je erlebt habe.\u201c Spannend wie ein Abenteuerroman liest sich die Antarktisumrundung&nbsp;<strong>Segeln ans Ende der Welt<\/strong>&nbsp;des Ehepaares Heide und Erich Wilts auf ihrer Yacht \u201eFREYDIS\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch beschreibt die dritte und vorletzte Etappe ihrer Umrundung der S\u00fcdhalbkugel. In Fremantle an der Westk\u00fcste Australiens starteten die begeisterten Segler ihre gro\u00dfe und gefahrenvolle Tour \u00fcber Neuseeland bis nach Scott Island am Rand des antarktischen Kontinents, wo die \u201eFREYDIS\u201c fast vom Packeis eingeschlossen wurde und die Besatzung nur knapp dem eisigen Tod entging.<\/p>\n\n\n\n<p>Heide Wilts beschreibt die faszinierende Reise auf eindringliche und sehr lebendige Art, erz\u00e4hlt von Begegnungen mit Delphinen, Walen und Robben sowie dem Zusammenleben der Crew auf engstem Raum und unter Extrembedingungen. Ehemann Erich dokumentiert die Abenteuer mit wundersch\u00f6nen Fotos. Zusammen ergibt das einen packenden Reisebericht, der nicht nur f\u00fcr Segler lesenswert ist.<\/p>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Band 6: WILDER STILLER OZEAN&nbsp;(2003)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"su-accordion su-u-trim\">\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span><strong>S\u00fcddeutschen Zeitung,<\/strong>&nbsp;Peter Sartorius, ehem. Leitender Redakteur und 3-facher Kischpreistr\u00e4ger<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>Peter Sartorius, dreifacher Kisch-Preistr\u00e4ger und ehem. Leitender Redakteur der S\u00fcddeutschen Zeitung, \u00fcber das Buch \u201eWilder Stiller Ozean\u201c:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie kein anderer Fleck der Welt weckt der Stille Ozean Sehns\u00fcchte, und wie kein anderer Fleck regt er die Fantasie an, besonders wenn er sich im Sturm und an unwirtlichen Ankerpl\u00e4tzen als wild erweist. Auf ihrer f\u00fcr gef\u00e4hrliche Expeditionen ausger\u00fcsteten Yacht Freydis erf\u00fcllen sich Heide und Erich Wilts ihre Sehns\u00fcchte auf dem Wasser. Aber Fantasie wirft Heide Wilts \u00fcber Bord, wenn sie ihre Erlebnisse niederschreibt. Da ist sie penible Chronistin, die nichts dramatisiert. Vielleicht gerade deshalb lesen sich ihre Schilderungen dramatisch.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer wie ich das Privileg hatte, das Ehepaar eine Zeitlang auf dem Boot zu begleiten, wei\u00df wie genau Heide Wilts beobachtet und vor allem: Wie sehr sie bereit ist zu lernen und zu begreifen. Das schl\u00e4gt sich in ihren Berichten nieder, auch in ihrem neuesten Report \u201eWilder Stiller Ozean\u201c, den Erich Wilts mit seinen beeindruckenden Fotos erg\u00e4nzt.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span><strong>GEO<\/strong>, Uwe George (\u201eMister GEO\u201c), Wissenschaftsjournalist + Expeditionsleiter des GEO-Magazins<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Band-6-O-Brief-von-Uwe-George.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Band-6-O-Brief-von-Uwe-George<\/a><\/div>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Band 7:&nbsp;INSELN JENSEITS DER ZEIT &#8211; Mit dem GEO-Magazin durch Melanesien (2008)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"su-accordion su-u-trim\">\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span><strong>GEO,&nbsp;<\/strong>Uwe George (\u201eMister GEO\u201c), Wissenschaftsjournalist + Expeditionsleiter des GEO-Magazins :&nbsp;\u201e<strong>\u2026ihr bisher bestes Buch, eine spannende erz\u00e4hlerische Preziose\u2026<\/strong>\u201c<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>Hamburg, 11.02.2008<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Frau Wilts,<\/p>\n\n\n\n<p>wie ich Ihnen ja schon mehrfach am Telefon sagte, halte ich Ihr neues, im Werden befindliches Buch f\u00fcr Ihr bisher bestes, eine spannende erz\u00e4hlerische Preziose in der zunehmenden Flut oft stupider Segelb\u00fccher.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt w\u00fcrde ich die sehr interessierenden und ethnologischen Dinge noch ausweiten, z.B. Kanibalismus. Au\u00dferdem w\u00fcrde ich Jack London ab und zu mit Zitaten an geeigneten Stellen immer mal wieder aufleuchten lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit herzlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n\n\n\n<p>Uwe George<\/p>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>SEGELN-Magazin Thorsten H\u00f6ge, Chefredakteur<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>Inseln jenseits\u2026 BUCHKRITIK \u201eSEGELN\u201c Mail vom 20.07. und Editorial aus Heft 9\/09<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eINSELN JENSEITS DER ZEIT\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Buchkritik von Thorsten H\u00f6ge, Chefredakteur des Magazins \u201eSEGELN\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Mail vom 20.Juli 2009&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hallo Frau Wilts!<br>Ich hoffe es geht Ihnen gut. Ich habe am Wochenende Ihr Buch durchgelesen und muss sagen: Toll. Eines der besten Segelb\u00fccher, die ich bisher gelesen habe \u2013 sehr durchwachsen in den Erfahrungen, die Sie dort gemacht haben, sehr vielschichtig und schonungslos ehrlich. Das muss eine sehr widerspr\u00fcchliche Reise gewesen sein, das Buch heilt ein bisschen von der ja tats\u00e4chlich bei vielen vorhandenen Vorstellung der grossen S\u00fcdsee-Idylle. Der teils schwierige Umgang mit der sehr speziellen Gattung homo journalisticus lie\u00df mich gelegentlich schmunzeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Besten Gruss<br>Thorsten H\u00f6ge<\/p>\n\n\n\n<p>Redaktion segeln&nbsp;<br>&nbsp;&nbsp;<br>Tel.: 040\/ 389 06 &#8211; 124&nbsp;<br>Fax: 040\/ 389 06 &#8211; 125&nbsp;<br>E-Mail:&nbsp;<a href=\"mailbox:\/\/C|\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Erich\/Anwendungsdaten\/Thunderbird\/Profiles\/ahi3af9k.default\/Mail\/Local%20Folders\/thorsten.hoege@segelnmagazin.de\">thorsten.hoege@segelnmagazin.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Im Editorial von SEGELN Heft 9\/ 2009<\/h1>\n\n\n\n<p>\u201eAls Junge verschlang ich jedes Weltumsegler-Buch, das ich in die Finger bekam. Doch irgendwann h\u00f6rte ich auf damit \u2013 in den j\u00fcngeren B\u00fcchern schien alles entdeckt. Irgendwie doppelten sich die Berichte, viele Traumziele kannte man aus dem (Charter-)Urlaub. In Zeiten dauernder Rekordjagd, in denen manche meinen, sie m\u00fc\u00dften schon zweimal hintereinander nonstop um die Welt segeln, um Aufmerksamkeit zu erregen, finde ich alle Reviere \u201evor der Haust\u00fcr\u201c mindestens genauso spannend. Dann erz\u00e4hlten die Weltumsegler Wilts bei einem Redaktionsbesuch von ihrem neuesten Buch&nbsp;<strong>\u201eInseln<\/strong>&nbsp;<strong>jenseits der Zeit\u201c<\/strong>, in dem sie eine Reise nach Melanesien schildern. Mich fesselte der Entdeckergeist, den die Seiten verstr\u00f6men: Kaum entdeckte Orte, eine strapazi\u00f6se Reise und eine schonungslose Schilderung der Schattenseiten des \u201eParadieses S\u00fcdsee\u201c. Die beiden leben noch heute ihr Ideal vom wissensdurstigen Segler, der aufbricht, um fremde Horizonte und K\u00fcsten zu erobern. Da kann man doch wieder tr\u00e4umen\u2026.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr&nbsp;Thorsten H\u00f6ge, Chefredakteur&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>SEGELN-Magazin&nbsp;9\/2009&nbsp;IM REICH DER GEISTER<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Band-7-LESEPROBE-Im-Reich-der-Geister-aus-Inseln-jenseits...-Kopie.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Band-7-LESEPROBE-Im-Reich-der-Geister-aus-Inseln-jenseits&#8230;-Kopie<\/a><\/div>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Renate Westner<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/profile\/amzn1.account.AG2WCDBRMRUXM4D6V27NZ7ZPUG4A\/ref=cm_cr_getr_d_gw_btm?ie=UTF8\">Renate Westner<\/a>, Dipl. Ethnologin, Weltumseglerin<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/customer-reviews\/R31UJ0NC2P5PNT\/ref=cm_cr_getr_d_rvw_ttl?ie=UTF8&amp;ASIN=3768824993\">&nbsp;<strong>Mehr als die \u00fcbliche &#8222;Segler-Literatur&#8220;<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Rezension aus Deutschland vom 3. Juli 2009<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich Heide Wilts Buch innerhalb von zwei Tagen ausgelesen habe (ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen), kann ich nur noch staunen, wie es die Autorin geschafft hat, sich ein so umfangreiches Wissen \u00fcber die verschiedenen Kulturen, welche sie zusammen mit ihrem Mann per Segelschiff bereist hat, anzueignen. Als Ethnologin (spezialisiert auf Kulturen im pazifischen Raum) und als Weltumseglerin, die selbst schon in melanesischen Gew\u00e4ssern gesegelt ist, war ich nat\u00fcrlich sehr neugierig, wie Heide Wilts die Menschen und deren Kultur dort erlebt hat. Nicht nur, dass sie sehr intensiv und umfangreich recherchiert hat, sondern auch, dass sie den Bewohnern dieser abgelegenen Weltgegend mit so viel Respekt und so einf\u00fchlsam begegnet ist. Ber\u00fchrt hat mich auch, dass sie sich den Menschen, die keine oder nur rudiment\u00e4re medizinische Hilfe in Anspruch nehmen k\u00f6nnen, als \u00c4rztin zur Verf\u00fcgung gestellt hat. Neben dem gekonnt spannenden Erz\u00e4hlen \u00fcber das Segeln, die Crew und die Herausforderungen, die mit so einer abenteuerlichen Reise zusammenh\u00e4ngen, kommt auch die Liebe des Seglerpaares zur Natur ganz deutlich heraus. Ein tolles Buch, das weit \u00fcber die \u00fcbliche &#8222;Segler-Literatur&#8220; hinausgeht! Sch\u00f6n und realistisch auch die Fotos von Erich Wilts.<\/p>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Harald Schwarzlose, Ex-Chefredakteur und Herausgeber der YACHT<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>Es ist zweifellos ihr bisher interessantetes Buch: in &#8222;Inseln jeseits der Zeit&#8220; hat Heide Wilts ein aktuelles Bild von den abgelegenden S\u00fcdsee-Archipelen gezeichnet: Inseln, auf denen schwarze Magie, Hexenglauben und uralte Mythen lebendig sind wie eh und je, D\u00f6rfer, in denen der &#8222;Chief&#8220; noch unangefochtene Autorit\u00e4t besitzt und als Stammesh\u00e4uptling \u00fcber die Einhaltung des &#8222;Kastom&#8220;, der traditionellen Br\u00e4uche, wacht.<br><br>Auf ihrer viermonatigen Forschungsreise mit der Segelyacht &#8222;Freydis&#8220; durch die Inselwelt Melanesiens bekamen Heide und Erich Wilts tiefe Eindr\u00fccke von diesem Land jeneits der Zeit und Zivilisation, an denen die Autorin nun den Leser mit spannenden Texten und meisterhaften Farbfotos, die der Skipper Erich beisteuerte, teilhaben l\u00e4\u00dft.<br>Das dabei nicht selten Kopf und Kragen riskiert wurden, entspricht ganz der Tradition anderer &#8222;Freydis&#8220;-Expeditionen, und wieder einmal geben diese Erlebnisse auch dem neuen Wilts-Buch die besondere W\u00fcrze.<\/p>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Band 9:&nbsp;ALASKA-JAPAN&nbsp;&#8211;&nbsp;Die letzte Reise der FREYDIS II&nbsp;(2013)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"su-accordion su-u-trim\">\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Literaturboot.de 7. Januar 2019, Detlef Jens, Autor und Literaturkritiker \u201e<strong>...eine wunderbare Mischung aus Segelbericht und Naturbeobachtung...<\/strong>\u201c<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>Einige Menschen sammeln Briefmarken. Das Weltumsegler-Ehepaar Heide und Erich Wilts sammelt hingegen Weltmeere, auf denen es schon gesegelt ist. Deshalb beschlie\u00dft es 2004 nach Nord- und S\u00fcdatlantik, Nord- und S\u00fcdpolarmeer, Indik und S\u00fcdpazifik bei seiner siebten Weltreise den noch fehlenden Nordpazifik zu erkunden. Das vorliegende Buch beschreibt die letzte Reise der 1978 gebauten \u201eFreydis II\u201c, die bekanntlich 2011 vor Fukushima an der japanischen K\u00fcste zerst\u00f6rt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>2006, 2007 und 2008 nutzen Heide und Erich Wilts die jeweils nur wenige Sommerwochen umfassenden Zeit- und Wetterfenster, um sich die Aleuten, den Golf von Alaska, das Beringmeer und die Tschuktschensee zu erschlie\u00dfen. Dabei steht das Naturerlebnis im Vordergrund: grandiose, wilde Landschaft, Wale, B\u00e4ren und nat\u00fcrlich jede Menge Lachs. Heide Wilts begegnet aber ebenso sensibel und respektvoll der einheimischen Bev\u00f6lkerung und versorgt ihre Leser mit wissenswerten Details zu den Inupiat, Yupiget und Yuit.<\/p>\n\n\n\n<p>Was Otto von Kotzebue, Georg Wilhelm Steller, Vitus Bering oder Roald Amundsen an den von der \u201eFreydis\u201c angelaufenen K\u00fcsten vor langer Zeit erlebten, erfahren wir durch immer wieder eingeschobene R\u00fcckblicke auf deren Fahrten. Was in neuerer Zeit an ethnologischen oder arch\u00e4ologischen Entdeckungen auftauchte ebenso. Heide Wilts hat flei\u00dfig gelesen, viele Gespr\u00e4che mit den Menschen vor Ort gef\u00fchrt und auch in Deutschland noch mehrere Experten befragt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie wohltuend es doch ist, solch ein intelligentes, gut recherchiertes, unterhaltsam geschriebenes Buch zu lesen. Nat\u00fcrlich wird auch der \u201eganz normale\u201c Segleralltag mit manch haarstr\u00e4ubendem Man\u00f6ver hier, Angelversuchen oder Anlegerschluck dort beschrieben. Dieser Reisebericht bietet aber eben dar\u00fcber hinaus eine reiche F\u00fclle an Informationen. Und unterscheidet sich damit sehr angenehm vom langsam \u00fcberhandnehmenden, bereits in Blogs w\u00e4hrend der Reise breitgetretenem BlaBla.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend andere Autoren \u00fcber ein paar hundert Seemeilen auf der Ostsee ein ganzes Buch f\u00fcllen, widmet die vielgereiste Heide Wilts den 1800 Meilen von Vancouver bis San Diego im Jahr 2009 gerade mal f\u00fcnf Zeilen. Statt \u2013 wie urspr\u00fcnglich geplant \u2013 abermals Richtung S\u00fcdsee und Neuseeland aufzubrechen, f\u00fchrt die noch frische Begeisterung f\u00fcr Alaska dort zu einem neuen Plan. \u00dcber Japan und Sibirien will das Paar ein weiteres Mal nach Alaska.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem Zwischenstopp auf dem Midway Atoll erreicht die \u201eFreydis II\u201c 2010 Japan, wo es geschlossene H\u00e4fen gibt und f\u00fcr jede einzelne Insel ein \u201especial permit\u201c erforderlich ist. Dank einer Kontaktperson kann das Inselh\u00fcpfen dennoch beginnen und erweist sich als \u00e4u\u00dferst st\u00fcrmisch. Zur Kirschbl\u00fcte laufen die Wilts die Iwaki Sun Marina im Osten der Insel Honshu an. Hier bleibt das Schiff f\u00fcr den hei\u00dfen Sommer vert\u00e4ut. Zur\u00fcck in Japan erkunden seine Skipper den fremden und zugleich faszinierenden Norden Honshus sowie Hokkaido auf dem Landweg. Die Suche nach einem ausreichend starken Kran, der die \u201eFreydis\u201c doch noch f\u00fcr die \u00dcberwinterung an Land heben k\u00f6nnte, bleibt jedoch erfolglos. Das Schiff wird im Oktober erneut im Hafen auf Honshu zur\u00fcckgelassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im M\u00e4rz 2011 rei\u00dft sich die \u201eFreydis\u201c durch den Tsunami in Fukushima los. Heide und Erich Wilts erfahren aus den Medien vom schweren Erdbeben in Japan und dem anschlie\u00dfenden nuklearen Gau im Atomkraftwerk Fukushima. Bange Tage folgen: ist die \u201eFreydis\u201c gesunken? Oder irgendwo gestrandet? Ist sie verstrahlt? Letztlich wird das Schiff auf Felsen geschleudert gefunden und muss schweren Herzens aufgegeben werden. Lediglich einige Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde k\u00f6nnen geborgen werden. Heide Wilts schildert ihr Gef\u00fchlschaos zwischen Ungewissheit, Angst um liebgewonnene Menschen, Verlust\u00e4ngste wegen der unklaren Zukunft der \u201eFreydis\u201c dramatisch und aufw\u00fchlend. Wirklich beeindruckend ist in diesem Teil des Buches, dass sie diese gro\u00dfe Trag\u00f6die nicht \u00fcber Geb\u00fchr ausbreitet und zu keinem Zeitpunkt jammert.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach 33 Jahren und 248.000 Seemeilen mit Heide und Erich Wilts endet das seglerische Leben der \u201eFreydis II\u201c. Als Mahnmal in einem Katastrophen-Gedenkpark in Japan soll das in drei Teile zerschnittene Schiff jedoch k\u00fcnftig an den Tsunami und die nukleare Verstrahlung erinnern und als Symbol der deutsch-japanischen Freundschaft dienen. Ein w\u00fcrdiges Ende. Heide und Erich Wilts lie\u00dfen sich bekanntlich von dem herben Verlust nicht unterkriegen und sind l\u00e4ngst wieder mit der Nachfolgeyacht \u201eFreydis III\u201c unterwegs.<\/p>\n\n\n\n<p>Lassen Sie sich auf keinen Fall vom f\u00fcrchterlichen Titelbild des Buches abschrecken. \u201eAlaska \u2013 Japan\u201c ist ein wirklich kurzweiliges, unterhaltsames, gut recherchiertes und hoch interessantes Buch. Heide Wilts ist eine wunderbare Mischung aus Segelbericht und Naturbeobachtung gelungen, mit weltgeschichtlichem Bezug und informativen Blicken in die Vergangenheit. F\u00fcr mich der beste Segelreisebericht des Jahres 2013.<\/p>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Band 10:&nbsp;K.O. &#8211; UND NOCHMAL GEPACKT (2018)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"su-accordion su-u-trim\">\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span><strong>Literaturboot.de<\/strong><\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">K.O.- Und nochmal gepackt!<\/h1>\n\n\n\n<p>By&nbsp;<a href=\"https:\/\/literaturboot.de\/author\/detlef-jens\/\">Detlef Jens<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie hatten das Schlimmste erlebt,&nbsp;<\/strong>den Totalverlust ihres Schiffes. In Japan, in der Tsunami-Katastrophe von Fukushima im Jahre 2011, w\u00e4hrend ihrer Abwesenheit, beschrieben im Buch \u201eAlaska \u2013 Japan. Die letzte Reise der Freydis II\u201c. Nun sind Heide und Erich Wilts nicht mehr die J\u00fcngsten und so h\u00e4tten sie dieses Ereignis auch als Anlass nehmen k\u00f6nnen, ihr auch bis dahin schon langes und erf\u00fclltes Seglerdasein als vollendet zu betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch darum geht es ihnen nicht. Es geht einfach um das Segeln an sich, das Reisen, das Erleben der Welt. Und: \u201eDazu kam die Einsicht, dass der schmerzliche Verlust der FREYDIS, unter dem ganz besonders Erich litt, sich durch kein anderes Mittel lindern lie\u00df als durch den Bau eines neuen Bootes.\u201c Ein Satz, den wohl so ziemlich jede Seglerin, jeder Segler wird verstehen k\u00f6nnen. So kam es denn, dass Heide und Erich Wilts, gemeinsam mit vielen wechselnden Mitseglerinnen und Mitseglern, ihre durch den Verlust der FREYDIS II in Japan unterbrochene Reise mit ihrem neuen Boot fortsetzten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist nat\u00fcrlich nicht irgendein Boot, sondern eines, das sich die beiden sozusagen passgenau auf sich und ihre geplanten Reisen, ihre Art des Segelns zugeschnitten haben. In drei Worten: \u201eEinfach, solide, zweckm\u00e4\u00dfig\u201c. Interessant w\u00e4re es f\u00fcr viele Bootseigner sicher gewesen, mehr Details \u00fcber Schiff und Ausr\u00fcstung zu erfahren, aber dies ist ja ein Buch \u00fcber ihre Reise und nicht \u00fcber ihr Schiff. Zwei Dinge bleiben nach der Lekt\u00fcre in dieser Hinsicht haften. Erstens die Einsicht der beiden, dass die moderne Bordelektronik zwar sehr viel komplizierter, aber in keiner Hinsicht zuverl\u00e4ssiger oder einfacher zu installieren oder zu bedienen geworden w\u00e4re, im Gegenteil. Ein \u201eFortschritt\u201c in die eindeutig falsche Richtung, wie ja so vieles. Und wenn es schon auf der FREYDIS III immer wieder \u00c4rger mit der Technik gab, dann konnten Heide und Erich mit ihren Crews doch wenigstens die streikende Technik reparieren, austauschen oder sonst wie \u201e\u00fcberlisten\u201c und immer weiter segeln. Ganz im Gegensatz zu einem befreundeten Seglerpaar, das eine begonnene Weltumsegelung mit einer Werftneuen Hallberg Rassy 48 nach einer schier endlosen Reihe technischer Probleme schlie\u00dflich abbrechen musste. Dass beide Yachten v\u00f6llig unabh\u00e4ngig voneinander ihre jeweils neuen Gro\u00dfsegel nach einem oder zwei Jahren austauschen mussten, weil diese unbrauchbar geworden waren, tr\u00e4gt auch nicht gerade zum Vertrauen in die Qualit\u00e4t moderner Yacht-Ausr\u00fcstungsteile bei. Auf der Hallberg Rassy war das In-Mast Rollreffsystem auf See kaputtgegangen, das Segel mit den vertikalen Latten lie\u00df sich weder bergen noch reffen. Auf der FREYDIS war das Gro\u00dfsegel nach nur zwei Jahren so m\u00fcrbe, dass es wie Papier riss.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings gibt es auf neuen Yachten immer \u201eKinderkrankheiten\u201c, die erst im Laufe der Zeit auftreten und auch erst dann beseitigt werden k\u00f6nnen. Im Wissen darum hatten Heide und Erich Wilts die erste Reise mit ihrem neuen Schiff auf der relativ unproblematischen, sozusagen gut \u201eausgetretenen\u201c Barfu\u00dfroute geplant. Um diese Reise geht es im gr\u00f6\u00dften Teil des Buches, von Nordeuropa \u00fcber Biskaya, Kanaren und Kapverden in die Karibik; von dort durch den Panamakanal zu den Galapagos und weiter in die weite S\u00fcdsee. Nun k\u00f6nnte man denken: Schon tausendmal besegelt, schon tausendmal beschrieben. Damit w\u00fcrde man allerdings weder den Seglern Heide und Erich noch der Autorin Heide gerecht. Denn ganz abgesehen davon, dass der letzte Teil dieser Reise, von Australien nach Japan, dann eben doch von den \u00fcblichen Routen der Blauwassersegler abweicht, ist auch die Schilderung des ersten Teils lesenswert und unterhaltsam. Das liegt wohl einerseits an ihrer Art zu segeln, aber auch an ihrer Art des Erlebens. Eine zus\u00e4tzliche Dimension erh\u00e4lt der Bericht \u00fcber die Inseln dadurch, dass die beiden vor allem solche Orte aufsuchen, die sie auf einer ihrer fr\u00fcheren Reisen, etwa 15 oder 20 Jahre zuvor, schon besucht hatten. Was ist in der Zwischenzeit daraus geworden? Wie hat sich das Leben dort ver\u00e4ndert? Die Menschen? Durchaus interessant, nicht nur f\u00fcr die beiden selbst. Betrachtet voller Menschlichkeit und Empathie, ohne D\u00fcnkel oder Ideologie.<\/p>\n\n\n\n<p>40 Jahre hatten es Heide und Erich geschafft, Wirbelst\u00fcrme zu vermeiden. Doch als sie in Australien die Barfu\u00dfroute verlie\u00dfen, um durch die Inselwelt Melanesiens und Mikronesiens mit g\u00fcnstigstem Wetter-Timing nach Japan zu segeln, bekamen sie es gleich mit sechs Taifunen zu tun (darunter zwei der Kategorie V). Die Aufruhr der Elemente, die nervenzerfetzende Taktik des Fl\u00fcchtens, Ausweichens und Abwartens, die Seekrankheit und die Angst in der Crew, der von Fieberattacken gesch\u00fcttelte Mitsegler, der Ausfall der Selbststeueranlage und der durcheinander geratende T\u00f6rnplan \u2013 all das ergab eine wahrhaft explosive Mischung der Gef\u00fchle. Zuletzt sah sich das Seglerpaar gezwungen seine Crew vorzeitig auf einer S\u00fcdseeinsel absetzen und das Schiff zu zweit, ohne Selbststeuerung (!), durch die gewaltige Altsee des abziehenden Taifuns Faxai nach Guam zu pr\u00fcgeln: in 74 Stunden 600 Meilen denn der n\u00e4chste Sturm war schon im Anmarsch. Er erwischte sie gerade noch in der Einfahrt zur Lagune von Guam. Dort suchten sie Entspannung und fanden in der Komb\u00fcse eine Giftschlage. Auf der Weiterreise nach Okinawa und Nagasaki waren die \u00dcberraschungen zwar \u00fcberwiegend kultureller Art, doch am Ziel gerieten sie doch noch in die Bahnen zweier Supertaifune.<\/p>\n\n\n\n<p>Geschrieben ist das alles in dem Stil, den wir von Heide Wilts ja bereits kennen. Ehrlich, klar, nicht verkl\u00e4rend. Daf\u00fcr auch immer wieder voller Infos. Neutral und ausgewogen, niemals \u00fcberheblich. So wird denn auch der S\u00fcdseetraum n\u00fcchtern relativiert, nicht alles ist paradiesisch in der Gegend, die von so vielen Europ\u00e4ern immer noch verkl\u00e4rend und vorschnell als \u201eParadies\u201c bezeichnet wird. Aber es ist beileibe auch nicht alles schlecht und am Ende werden die meisten wohl doch den Drang, oder zumindest die Lust versp\u00fcren, selber einmal in diese Gew\u00e4sser aufbrechen zu wollen.<\/p>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Band 11: ESKAPADE &#8211; VON JAPAN DURCH DIE NORDWESTPASSAGE (2019)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"su-accordion su-u-trim\">\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span><strong>M A R E 134\/2019: <\/strong>Hans W. Korfmann: \u201e<strong>Wahre Leidenschaft<\/strong>\u201c<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Band-11-in-mare_1342019-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"465\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Band-11-in-mare_1342019-465x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6930\" srcset=\"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Band-11-in-mare_1342019-465x1024.jpg 465w, https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Band-11-in-mare_1342019-136x300.jpg 136w, https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Band-11-in-mare_1342019-768x1691.jpg 768w, https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Band-11-in-mare_1342019-698x1536.jpg 698w, https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Band-11-in-mare_1342019-930x2048.jpg 930w, https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Band-11-in-mare_1342019-scaled.jpg 1163w\" sizes=\"auto, (max-width: 465px) 100vw, 465px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Text-\/Bildband No 2: SEGELZIELE VOLLER WUNDER (1997)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"su-accordion su-u-trim\">\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span><strong>DER SPIEGEL<\/strong>, 1. November 1998, Hans Apel, Bundesminister der Finanzen und Bundesminister der Verteidigung: \u201e<strong>Anleitung zum Tr\u00e4umen<\/strong>\u201c<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p><strong>Hans Apel: Anleitung zum Tr\u00e4umen,<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hans Apel war von 1972 bis 1974 Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r beim&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ausw%C3%A4rtiges_Amt\">Bundesminister des Ausw\u00e4rtigen<\/a>, von 1974 bis 1978 Bundesminister der Finanzen und von 1978 bis 1982&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundesministerium_der_Verteidigung\">Bundesminister der Verteidigung<\/a>. Er war ein passionierter Wassersportler und genie\u00dft einen Segel-Bildband<\/p>\n\n\n\n<p>Hans Apel:<\/p>\n\n\n\n<p>Segeln ist auch ein St\u00fcck Herausforderung, ein zeitlich begrenzter Abschied vom Alltagstrott und der Traum von einem gro\u00dfen T\u00f6rn rund um die Welt. Dieser Sommer war in unseren Breiten leider so wenig \u00fcberzeugend, da\u00df man zum Tr\u00e4umen aufgelegt war. Dazu sollte man den beachtlichen Bildband von Heide und Erich Wilts, &#8222;Segelziele voller Wunder&#8220;, zur Hand nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den entlegensten Ecken und Inseln der s\u00fcdlichen Hemisph\u00e4re geht es, drei Jahre lang. Madagaskar, da m\u00f6chte man wohl sein, sei es bei vorgelagerten, unbewohnten Inseln oder bei den heiteren, freundlichen Bewohnern der Hauptinsel. Aber was tun, wenn der Motor seinen Geist aufgibt und die Crew \u00fcber 4000 Seemeilen bis nach Australien nur auf die Segel setzen kann?<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Bew\u00e4hrungsprobe f\u00fcr Heide und Erich Wilts sind die acht Monate, die sie als Schiffbr\u00fcchige in der Antarktis verbringen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf ihrem T\u00f6rn rund um den S\u00fcdpol entstehen eindrucksvolle Fotos von Landschaften, die uns fremd sind, Bilder aus dem Segleralltag, die uns die ganze Gewalt der von St\u00fcrmen gepeitschten See vorf\u00fchren. Der Begleittext st\u00f6rt nicht. Meine Empfehlung: Lesen und genie\u00dfen. Eine Anleitung zum Tr\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heide und Erich Wilts: &#8222;Segelziele voller Wunder&#8220;. Delius Klasing Verlag, Bielefeld; 144 Seiten; 54 Mark.<\/p>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Text-\/Bildband No 3: SEGELABENTEUER IM S\u00dcDPAZIFIK (1999)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"su-accordion su-u-trim\">\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span><strong>WELT AM SONNTAG, <\/strong>5. Dez 1999, Arnt Bruhns: \u201e<strong>... der wahre Schatz...<\/strong>\u201c<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>letzter Absatz:&nbsp;&#8230;&#8220;Heide Wilts beschreibt als Autorin die Erlebnisse am s\u00fcdlichen Erdrand mit viel Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen. Deutlich vor Augen gef\u00fchrt werden dem Leser die Wunder der s\u00fcdlichen Flora und Fauna aber erst durch die Fotografien von Skipper Erich Wilts. Die Bilder sind der wahre Schatz dieses j\u00fcngsten Buches und stellen die abgelegenen Eilande vor, die der normale Leser nie zu Gesicht bekommen wird.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Band 4: AUF DER ROUTE DER ALBATROSSE&nbsp;(1996) Band 5: SEGELN ANS ENDE DER WELT &#8211; Mit der FREYDIS ins S\u00fcdpolarmeer (2000) Band 6: WILDER STILLER OZEAN&nbsp;(2003) Band 7:&nbsp;INSELN JENSEITS DER ZEIT &#8211; Mit dem GEO-Magazin durch Melanesien (2008) Band 9:&nbsp;ALASKA-JAPAN&nbsp;&#8211;&nbsp;Die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/buecher\/rezensionen\/ausgewaehlte-rezensionen\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"parent":6637,"menu_order":30,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-6844","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6844","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6844"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6844\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6963,"href":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6844\/revisions\/6963"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6844"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}