{"id":7562,"date":"2022-04-25T19:13:59","date_gmt":"2022-04-25T18:13:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/?page_id=7562"},"modified":"2022-04-25T19:14:01","modified_gmt":"2022-04-25T18:14:01","slug":"2017-nordwest-passage-fragwuerdige-rekordjagd","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/2017-nordwest-passage-fragwuerdige-rekordjagd\/","title":{"rendered":"2017 &#8211; NORDWEST-Passage: Fragw\u00fcrdige Rekordjagd?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>1) Warum keine NORDWEST-Passage?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hunderte Male sind wir in den letzten Jahrzehnten gefragt worden, ob wir nicht durch die Nordwest-Passage segeln wollen. Immer haben wir abgewehrt. Unser Argument: Segeln durch Packeis ist ein Vabanquespiel. Pl\u00f6tzlich und unvorhersehbar kann die Yacht vom Packeis eingeschlossen werden. Dann gibt es kein Entrinnen. Sobald der Wind das Eis zusammenschiebt, wird das Boot zerdr\u00fcckt, egal aus welchem Material und wie stabil es gebaut ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nordwest-Passage mit einem Segelboot zu passieren, hatte in der Vergangenheit f\u00fcr uns nichts mit guter Seemannschaft zu tun, es war eher ein Gl\u00fccksspiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei wollen wir hier gar nicht auf all die Dramen eingehen, die sich im Laufe von 300 Jahren in der NW-Passage abgespielt haben (Franklin-Expedition, die Trag\u00f6dien der Suchschiffe, die vielen Katastrophen danach), sondern nur einige Beispiele aus j\u00fcngerer Zeit erw\u00e4hnen, die belegen, wie gef\u00e4hrlich und unberechenbar das Packeis f\u00fcr Yachten sein kann.<\/p>\n\n\n\n<p>1977 Carl Emil Petersen und Familie,&nbsp;<em>SY RUND\u00d6<\/em>&nbsp;(Colin Archer): Petersen ist versierter Segler, war vorher viel im Eis von Spitzbergen. Verlust der&nbsp;<em>RUND\u00d6&nbsp;<\/em>beim Verlassen&nbsp;des Scoresby Sundes am 5. Sept 1977 durch Eispressung bei Sturm; Grund waren fehlende Eisinfos durch einen Streik der Piloten, an dem sich auch die Meteorologen beteiligt hatten. Die Crew der&nbsp;<em>RUND\u00d6<\/em>&nbsp;wird per Hubschrauber abgeborgen.<\/p>\n\n\n\n<p>1987 G\u00fcnter Gassner + zwei Crew,&nbsp;<em>SY SEUFEL VI<\/em>&nbsp;(vom Typ Maramu) wird s\u00fcdlich vom Kap Farewell (Gr\u00f6nland) am 13.\/14. Juni 1987 bei schwerem Wetter vom Packeis eingeschlossen. Das Schiff wird zerdr\u00fcckt, die Crew kann in letzter Minute mit dem Hubschrauber vom Eis abgeborgen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>1990 Clark Stede, der zusammen mit seiner Lebensgef\u00e4hrtin Michelle Poncini mit seiner&nbsp;<em>ASMA<\/em>&nbsp;als erster Deutscher durch die NW-Passage wollte, wird Ende August 1990 in der NW-Passage vom Eis eingeschlossen. Ein kanadischer Eisbrecher eilt zur Hilfe und nimmt die&nbsp;<em>ASMA<\/em>&nbsp;an Deck. Nach 100 Seemeilen Huckepackfahrt auf dem Eisbrecher setzt sie dieser in eisfreiem Wasser ab. Sie k\u00f6nnen ihre geplante Reise rund Amerika fortsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>1994 Arved Fuchs mit Crew wird auf der Dagmar Aaen beim Versuch, die Nordost-Passage zu durchqueren, vom Packeis eingeschlossen.&nbsp;<em>\u201eAuf Messers Schneide\u201c<\/em>&nbsp;beschreibt er die prek\u00e4re Situation, der er nur mit viel Gl\u00fcck, eingedr\u00fcckten Planken und schwerbesch\u00e4digter Ruderanlage entkommt.&nbsp;<em>\u201eGanz gleich, was ich in meinem Leben noch alles erleben werde, diese Nacht vom 20. auf den 21. August 1994 werde ich niemals in ihrer Intensit\u00e4t und ihren Schrecken vergessen.\u201c<\/em>&nbsp;und weiter&nbsp;<em>\u201e&#8230;das Eis hat ein gro\u00dfes Leck in den gepanzerten Rumpf (des 16 Seemeilen entfernten russischen Eisbrechers MURMANSK) gerissen.\u201c&nbsp;<\/em>(aus \u201e<em>Abenteuer zwischen Tropen und Eis<\/em>\u201c S. 31 ff)<\/p>\n\n\n\n<p>2014 Jimmy Cornell mit Crew&nbsp;<em>(SY AVENTURA IV,&nbsp;<\/em>eine Garcia Exploration 45<em>)<\/em>&nbsp;scheitert bei seinem ersten Versuch, die Passage zu bezwingen, wegen der geschlossenen Eisdecke an den Engstellen. Er tritt rechtzeitig den R\u00fcckzug an und versucht es im Jahr darauf erneut, diesmal von der anderen Seite, also von West nach Ost. Der zweite Versuch gelingt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2) Unsere Erfahrungen mit Packeis<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1982 An der Antarktischen Halbinsel auf dem Weg von Deception Island zur amerikanischen Forschungsstation Palmer auf Anvers Island, viel Eis im Neumayer Kanal&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1986 An der West- und S\u00fcdk\u00fcste von Gr\u00f6nland, insbesondere im Prins Christian Sund<\/p>\n\n\n\n<p>1986 Im Scoresbysund an der Ostk\u00fcste von Gr\u00f6nland<\/p>\n\n\n\n<p>1986 Am 29. September an der Packeisgrenze n\u00f6rdlich von Spitzbergen auf 79\u00b050\u00b4<\/p>\n\n\n\n<p>1987 Bei der Umrundung von Spitzbergen in der Hinlopenstrasse zwischen Spitzbergen und Nordostland sowie bei den Sieben Inseln nordwestlich von Spitzbergen&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1988 An der Westk\u00fcste von Gr\u00f6nland, wo wir nach Ausfall der Hauptmaschine 300 Meilen durch Eisberge von Narsassuaq zur Hauptstadt Nuuk segelten, um dort die Maschine zu reparieren<\/p>\n\n\n\n<p>1991 An der Antarktischen Halbinsel und im Kratersee von Deception vor und w\u00e4hrend unserer \u00dcberwinterung<\/p>\n\n\n\n<p>1993 Am Rande von Antarktika bei S\u00fcdgeorgien und den S\u00fcdsandwich-Inseln<\/p>\n\n\n\n<p>1994 Am Rande von Antarktika bei Heard Island und Mc Donald<\/p>\n\n\n\n<p>1996 Am Eingang zum Rossmeer an der Packeiskante auf 68\u00b0 S\u00fcd bei der Scott Insel<\/p>\n\n\n\n<p>1998 An der Antarktischen Halbinsel an den Argentine-Islands und im Le Maire Kanal<\/p>\n\n\n\n<p>Unser oberster Grundsatz: Sich nicht vom Packeis einschlie\u00dfen lassen, sondern unter allen Umst\u00e4nden die M\u00f6glichkeit eines R\u00fcckzugs bewahren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3) Woher kommt also unser Sinneswandel, jetzt doch durch die Nordwestpassage zu segeln?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erstens: Durch den Klimawandel hat sich die Eiskappe auf dem Nordpolarmeer drastisch verringert. Deshalb kann man heute mit Geschick und Geduld im kurzen arktischen Sommer diesen Seeweg nehmen, ohne Gefahr zu laufen, vom Eis eingeschlossen zu werden. Sollten die ber\u00fcchtigten Engstellen Peelsound und Bellotstra\u00dfe vom Eis doch verschlossen sein, besteht die M\u00f6glichkeit, abzuwarten auf sicheren Pl\u00e4tzen wie Gjoa Haven (wo Roald Amundsen zwei Jahre 1903 bis 1905) oder in Cambridge Bay, wo Arved Fuchs von 2003 auf 2004 \u00fcberwintert hat).<\/p>\n\n\n\n<p>Zweitens: Durch Satellitennavigation und insbesondere durch Satellitentelefon hat sich das Risiko auf diesem Seeweg stark verringert. Bereits in den letzten Jahren haben wir im Nordpazifik \u00fcber Iridium-Handy in prek\u00e4ren Situationen Informationen von \u201eWetterwelt\u201c in Kiel erhalten. Sowohl in Melanesien vor Guam, wo sich uns \u2013 v\u00f6llig ungew\u00f6hnlich f\u00fcr die Jahreszeit \u2013 ein Taifun in den Weg gestellt hatte, als auch ein Jahr sp\u00e4ter auf der Reise von Japan zu den Aleuten, wo uns wochenlang anhaltender Starkwind von vorn zu einem Umweg \u00fcber Kamtschatka zwang.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber Iridium-Handy k\u00f6nnen wir in der Nordwest-Passage nicht nur genaue Eisinformationen erhalten, sondern werden auch rechtzeitig vor gef\u00e4hrlichen Wetterumschw\u00fcngen gewarnt. Man tappt nicht mehr blind in eine Falle, sondern kann rechtzeitig sichere Ankerpl\u00e4tze aufsuchen oder Legerwall-Situationen vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4) Die Nordwest-Passage bleibt dennoch eine gro\u00dfe Herausforderung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Trotz Klimawandel und verbesserter Wetter- und Eisvorhersage bleibt die Durchquerung der Nordwest-Passage ein gro\u00dfes Abenteuer und ein Wagnis: Zur Bew\u00e4ltigung geh\u00f6ren auch weiterhin hoher pers\u00f6nlicher Einsatz, Ausdauer, Mut, Leidensf\u00e4higkeit &#8211; und nicht zuletzt auch Frustrationstoleranz, denn es wird nicht alles so laufen, wie geplant.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Crew besteht auf der entscheidenden Etappe von Nome (im n\u00f6rdlichen Beringmeer) bis Ilullisat\/Diskobay,Gr\u00f6nland) au\u00dfer uns beiden aus weiteren sechs Mitseglern \u2013 alle sehr segelerfahren. Zwei aus der Crew sind bereits seit unserer ersten Reise in die Antarktis (1981\/82) immer wieder auf anspruchsvollen Reisen mit uns unterwegs. Trotzdem wird auch diese Reise wieder menschlich eine Herausforderung \u2013 45 Tage sind wir auf engstem Raum unterwegs und m\u00fcssen miteinander auskommen. Das ist erfahrungsgem\u00e4\u00df nicht einfach und fordert von allen Beteiligten viel gegenseitigen Respekt und Toleranz.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf fr\u00fcheren langen Reisen &#8211; die l\u00e4ngste mit einer Crew dauerte 1994 10 1\/2 Wochen von Richards Bay\/S\u00fcdafrika \u00fcber die Inseln am Rande der Antarktis nach Fremantle\/Australien \u2013 haben wir es trotz der Enge und vieler Strapazen gemeinsam geschafft, nicht nur kameradschaftlich miteinander umzugehen, sondern auch freundschaftlich und fr\u00f6hlich. Das ist auch diesmal unser erkl\u00e4rtes Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Gute Seemannschaft ist in den polaren Regionen in besonderem Ma\u00dfe gefordert: Wir segeln in einer Natur, die menschenfeindlich ist. Uns erwarten schlechtes Wetter, Nebel, Regen, Sturm, Temperaturen um den Gefrierpunkt, Str\u00f6mungen und Untiefen. Auch mit GPS und Radar wird die Navigation schwierig, insbesondere da die Seekarten ungenau sind \u2013 Abweichungen von mehr als f\u00fcnf Seemeilen sind keine Seltenheit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit nur wenigen Ausnahmen, wie z.B. in Cambridge Bay, m\u00fcssen wir uns in der arktischen Wildnis selbst Ankerpl\u00e4tze suchen, die Schutz bieten. Landg\u00e4nge sind mit dem Risiko verbunden, Eisb\u00e4ren zu begegnen, die \u2013 anders als die Grizzlys im Golf von Alaska \u2013 auch Jagd auf Menschen machen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Soweit es der kurze Zeitrahmen des arktischen Sommers erlaubt, werden wir uns, wie auf allen unseren Reisen, Zeit f\u00fcr Land und Leute nehmen. Vor zehn Jahren (2007) haben wir bereits zweimal das Beringmeer durchquert und sind bis Kotzebue in der Tschuktschensee gelangt. Dabei war es uns ein besonderes Anliegen, die Inseln im Beringmeer und ihre Bewohner kennen zulernen (Diomede I., St Lawrence, St. Matthew, Pribilofs, Nunivak). Diesmal treibt uns die Neugier noch weiter in den Norden. Der Kreis schlie\u00dft sich in Gr\u00f6nland, an dessen K\u00fcsten wir bereits 1986 und 1988 gesegelt sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der FREYDIS (III) verf\u00fcgen wir \u00fcber eine Yacht, die uns f\u00fcr die anstehende Reise in besonderer Weise geeignet erscheint. Der Konstrukteur Reinke hat sie eigens f\u00fcr unsere anspruchsvollen Reisen konzipiert. Ein Alurumpf mit dreifachem Boden und aufholbarem Schwert, das Boot extra verst\u00e4rkt an vielen Stellen des Rumpfes, der Aufbauten, des Riggs und der Beschl\u00e4ge. Er hat dieser speziellen Version f\u00fcrs Eis den Namen 16 M ICE, gegeben. Trotzdem: Auch die Version ICE (EIS) ist kein \u201eEisbrecher\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen haben wir mit ihr \u00fcber 30.000 Seemeilen zur\u00fcckgelegt \u2013 unter oft schwierigen Bedingungen. Die Kinderkrankheiten sind ausgemerzt und f\u00fcr die anstehende Reise haben wir sie besonders ausger\u00fcstet \u2013 auch f\u00fcr eine 12-monatige \u00dcberwinterung im Norden Kanadas oder Gr\u00f6nlands.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5) Fragw\u00fcrdige Rekordjagd?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Freiheit der See: Jeder kann sich ein beliebiges Boot zulegen und damit los segeln. Wer oder was sollte ihn davon abhalten?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1956 bezwang Hannes Lindemann mit einem Klepper-Faltboot und St\u00fctzsegel den Atlantik,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1987 gl\u00fcckte dasselbe R\u00fcdiger Nehberg mit einem Tretboot und Hilfsbesegelung,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1984 umrundete Arved Fuchs mit einem Faltboot im Winter Kap Hoorn,<\/p>\n\n\n\n<p>1988 segelten zwei Kanadier mit einem Katamaran (Hobie 18) durchs Eis der NW- Passage<\/p>\n\n\n\n<p>2000\/01 segelte Wilfried Erdmann mit seiner&nbsp;<em>KATHENA NUI (<\/em>Alu-Slup 10,60 Meter)einhand+nonstop gegen die vorherrschenden Winde um die Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>2015 beendete der Schweizer, Yvan Bourgnon seine Weltumsegelung mit einem sechs Meter langen offenen Sportkatamaran, den er &#8211; seinen Angaben zufolge &#8211; unterwegs \u00fcber 300 mal nach Kenterungen wieder hatte aufrichten m\u00fcssen. Jetzt plant er mit seinem Gef\u00e4hrt den n\u00e4chsten spektakul\u00e4ren Coup: die Durchquerung der Nordwestpassage (Yacht Heft 9\/2017). Die YACHT spricht von einer \u201efragw\u00fcrdigen Rekordjagd\u201c. Diese Ansicht kann man vertreten, man kann es aber auch wie Friedrich der Gro\u00dfe halten, der die Meinung vertrat:&nbsp;<em>\u201eJeder soll nach seiner Facon selig werden\u201c.&nbsp;<\/em>Und jeder muss das mit seinem Gewissen und seiner Ansicht von guter Seemannschaft vereinbaren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Rekorde aufzustellen ist nicht unser Anliegen. Wie denn auch? Bereits \u00fcber zweihundert Segelyachten sind in den letzten Jahrzehnten durch die Nordwest-Passage gegangen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste war 1977 der Belgier Willy de Roos, der einhand mit seiner 13 Meter langen Ketsch WILLIWAW die Nordwest-Passage bezwang. F\u00fcr diese Leistung erhielt er die Blue Water Medal, die h\u00f6chste Auszeichnung des Cruising Club of America.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Deutsche, der es versucht hat, war 1990 Clark Stede. Er ist mit seiner ASMA durchgekommen, allerdings das entscheidende St\u00fcck \u201eHuckepack\u201c auf einem Eisbrecher.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Danach passierte Arved Fuchs mit seiner Dagmar Aaen zweimal die NW-Passage, 1993 von Ost nach West und 2003 bis 2004 von West nach Ost (mit \u00dcberwinterung in Cambridge Bay).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Jahr will der Schweizer Yvan Bourgnon mit einem sechs Meter langen Sportkatamaran durch die Passage.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das sind zweifellos Rekordfahrten und auch als solche von vornherein geplant.<\/p>\n\n\n\n<p>Dagegen hoffen wir nur auf eine anspruchsvolle, abenteuerliche und m\u00f6glichst wenig spektakul\u00e4re Durchquerung der Nordwestpassage und darauf, dass alle Teilnehmer nicht nur gesund in Gr\u00f6nland ankommen, sondern sich auch gerne an diese gemeinsame Unternehmung erinnern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Von dem Wissenschaftsjournalisten Uwe George , jahrzehntelang Expeditionsleiter des GEO-Magazins (\u201eMister GEO\u201c), stammt der Satz:&nbsp;<em>\u201eWir leben im Zeitalter um sich greifender sinnentleerter Rekords\u00fcchte\u201c.<\/em>&nbsp;Da sind wir mit ihm ganz einer Meinung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Zitat im Zusammenhang: Er schrieb die erste Kritik zu Heides Buch \u201eWILDER STILLER OZEAN\u201c, dem vierten und letzten Teil unserer siebenj\u00e4hrigen Antarktis-Umrundung von 1991 bis 1998:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Im Zeitalter um sich greifender, sinnentleerter Rekords\u00fcchte liest sich \u201eWilder Stiller Ozean\u201c wie eine Fortsetzung der Berichte gro\u00dfer seefahrender Forschungsreisender vergangener Jahrhunderte \u2013 eine liebevolle, spannende, aber auch faktenreiche Nachlese in entlegensten Winkeln der Erde, welche oftmals selbst den altvorderen Seefahrern noch unzug\u00e4nglich waren. Ich w\u00fcnsche dem Buch viele, m\u00f6glichst angstfreie Leser.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wer es lesen will \u2013 auf Papier oder als E-Book &#8211; hier ist der Link: http:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/buecher\/<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Sinne gr\u00fc\u00dfen Euch<\/p>\n\n\n\n<p>Heide + Erich<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1) Warum keine NORDWEST-Passage? Hunderte Male sind wir in den letzten Jahrzehnten gefragt worden, ob wir nicht durch die Nordwest-Passage segeln wollen. Immer haben wir abgewehrt. Unser Argument: Segeln durch Packeis ist ein Vabanquespiel. 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