{"id":7,"date":"2010-06-09T13:41:14","date_gmt":"2010-06-09T11:41:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/?p=7"},"modified":"2013-10-21T20:17:26","modified_gmt":"2013-10-21T19:17:26","slug":"die-freydis-liegt-in-der-iwaki-sun-marina%e2%80%a6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freydis.de\/wordpress\/die-freydis-liegt-in-der-iwaki-sun-marina%e2%80%a6\/","title":{"rendered":"Die Freydis liegt in der Iwaki Sun Marina\u2026"},"content":{"rendered":"<p>\u2026und wir sind wohlbehalten zur\u00fcck in Deutschland.<\/p>\n<h3>An unsere Freunde und Mitsegler<\/h3>\n<p><big>U<\/big>nserem Fernziel, ein 2. Mal nach Alaska zu segeln, sind wir in den ersten vier Monaten dieses Jahres ein ganzes St\u00fcck n\u00e4her ger\u00fcckt, ziemlich genau 7.000 Meilen. Zur Zeit liegt die <em>Freydis<\/em> (als einzige ausl\u00e4ndische Yacht) in der <a href=\"http:\/\/www.iwaki-sun-marina.co.jp\">Iwaki Sun Marina<\/a> in Onahama, etwa 100 Meilen n\u00f6rdlich von Tokio an der Ostk\u00fcste von Honshu. Sie schwimmt am Steg, steht leider nicht an Land. An der ganzen K\u00fcste gibt es keinen Travellift, der mehr als 20 t hebt. Mit doppelten Leinen und zus\u00e4tzlichen Ketten haben wir sie nun gegen m\u00f6gliche Taifune gesichert und der Hafenmeister, Herr Takeaki Sakamoto, hat sie bis zu unserer R\u00fcckkehr unter seine Fittiche genommen.<\/p>\n<h3>San Diego \u2013 Hawaii<\/h3>\n<p><big>A<\/big>m Silvestermorgen starten wir in San Diego, zwei Tage sp\u00e4ter als geplant. Mitseglerin Anja und ich kamen als letzte. Beide waren wir als Folge des Flugzeugattentates \u00fcber Detroit im verschneiten Chicago festgehalten worden. Zum Gl\u00fcck hatte ich zusammen mit Heide das Schiff bereits im September drei Wochen lang f\u00fcr die \u00dcberfahrt nach Japan fit gemacht. So war die <em>Freydis<\/em> schnell auslaufbereit: Nur noch Wasser und Diesel bunkern, Frischproviant einkaufen (San Diego ist ein Eldorado f\u00fcr frisches und preiswertes Obst und Gem\u00fcse), Segel anschlagen, kurze Einweisung und auf ging\u00b4s.<\/p>\n<p>Zuerst halten wir mit raumen Winden nach S\u00fcden auf die mexikanische Insel Guadalupe zu, anschlie\u00dfend w\u00e4hlen wir einen s\u00fcdwestlichen Kurs und schwenken dann auf dem n\u00f6rdlichen Wendekreis nach Westen. In der Erwartung, da\u00df wir \u00e4hnliche Wetterbedingungen vorfinden wie vor vier Jahren, als wir im gleichen Monat dieser Route gefolgt waren, hatte ich die Crew auf eine schnelle Reise in strammem NE-Passat vorbereitet: mit gerefften Segeln wollten wir nach Hawaii rauschen.<\/p>\n<h3>El Ni\u00f1o stiehlt uns den Wind<\/h3>\n<p><big>A<\/big>ber diesmal kommt es anders: Das Wetterph\u00e4nomen \u201eEl Nino\u201c des S\u00fcdpazifiks hat auch hier auf der Nordhalbkugel seine Hand im Spiel. Ein ausgedehntes Hoch mit schwachen Luftdruckgegens\u00e4tzen beschert uns wochenlang schwache und mittlere Winde. Der erhoffte stramme Passat weht viel weiter s\u00fcdlich, der Umweg in Richtung \u00c4quator w\u00fcrde sich f\u00fcr uns nicht lohnen.<\/p>\n<p><big>N<\/big>ach einer Woche ist die sechsk\u00f6pfige Crew aufeinander eingespielt und macht das Beste draus: Die \u201egro\u00dfen Lappen\u201c sind angesagt. Mit h\u00e4ufigen Blister- und Spinnakerman\u00f6vern versuchen wir die schwere Freydis auf Trab zu halten; bei Flaute mu\u00df die Maschine nachhelfen. Vier Wochen lang, bis zum Zielhafen auf Kauai, erleben wir nicht ein einziges Mal mehr als f\u00fcnf Windst\u00e4rken, daf\u00fcr aber gelegentlich hohe D\u00fcnung von weiter n\u00f6rdlich vorbeiziehenden St\u00fcrmen.<\/p>\n<p><big>A<\/big>m 19. Tag erreichen wir ausgeruht und wohlgen\u00e4hrt (unsere K\u00f6che haben sich immer wieder \u00fcbertroffen) den Einklarierungshafen Hilo auf Big Island. Hier wartet schon ein ostfriesisches Empfangskommitee auf uns, die Eltern von Anja, unserer J\u00fcngsten an Bord, und Ewerts Freundin, die noch die restlichen 300 Meilen bis Kauai mitsegeln will. Drei Tage g\u00f6nnen wir uns f\u00fcr die interessante Vulkaninsel Hawaii (Big Island), dann laufen wir an Honolulu vorbei nach Nawiliwili auf Kauai, wo dieser sch\u00f6ne T\u00f6rn endet.<\/p>\n<h3>Hawaii \u2013 Midway \u2013 Japan<\/h3>\n<p>Die Dimensionen des Pazifik setzen uns immer wieder aufs Neue in Erstaunen: Die von San Diego nach Hawaii zur\u00fcckgelegte Strecke entspricht bereits einer Atlantik\u00fcberquerung, aber der weitaus gr\u00f6\u00dfte Teil des Pazifik liegt noch vor uns. Wir waren seit drei\u00dfig Jahren immer wieder auch gro\u00dfe Ozeanpassagen zu zweit gesegelt. Eingedenk vieler sch\u00f6ner und meist unbeschwerter Reisen waren wir uns auch diesmal bei der Planung schnell dar\u00fcber einig, da\u00df wir die 4.000 Meilen von den Hawaii-Inseln \u00fcber das Midway-Atoll nach Japan zu zweit wagen. So brauchen wir auf niemanden R\u00fccksicht zu nehmen, k\u00f6nnen \u00fcber unsere Zeit beliebig verf\u00fcgen. Lediglich zum Start des ersten Crewt\u00f6rns in Japan m\u00fcssen wir rechtzeitig in Chichi Shima sein.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Segelanweisungen f\u00fcr die Reise von Hawaii nach Japan sind eindeutig, sowohl, was den g\u00fcnstigsten Abfahrtstermin angeht als auch den empfohlenen Kurs. Bei der Festlegung des Starttermins m\u00fcssen wir ber\u00fccksichtigen, da\u00df die Winterst\u00fcrme in Japan von November bis April dauern und die Haupt-Taifunsaison von Mai bis Oktober. Also ist die Abfahrt so zu planen, da\u00df wir in Japan eines der beiden kleinen \u201eZeitfenster\u201c erwischen, entweder Ende April\/Anfang Mai oder Ende Oktober\/Anfang November. Wir entschieden uns f\u00fcr das Zeitfenster im Fr\u00fchling, denn wir wollten zur Kirschbl\u00fcte in Japan sein und nicht zu Beginn des Winters mit seinen eisigen Winden aus Sibirien.<\/p>\n<p><em><big>N<\/big>icht<\/em> gefolgt sind wir den Vorschl\u00e4gen aus den Segelanweisungen allerdings bei der Festlegung der Route. Die sehen n\u00e4mlich zuerst einen s\u00fcdlichen Kurs vor in Richtung \u00c4quator, weil der NE-Passat im Winterhalbjahr weiter im S\u00fcden best\u00e4ndiger ist. Denn wir wollen das auf dem Wege nach Japan liegende Midway-Atoll besuchen, das wir bereits vor vier Jahren angelaufen sind, damals auf dem direkten Weg nach Alaska. Midway, auf halber Strecke zwischen Kalifornien und Japan (daher sein Name), ist ein auf der Erde einzigartiges Naturreservat, in dem u.a. ein halbes Jahr lang von Dezember bis zum Juni \u00fcber zwei Millionen Seev\u00f6gel br\u00fcten, davon 1,5 Millionen Laysan- und Schwarzfu\u00dfalbatrosse.<\/p>\n<p><object width=\"450\" height=\"360\" classid=\"clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab#version=6,0,40,0\"><param name=\"src\" value=\"http:\/\/picasaweb.google.com\/s\/c\/bin\/slideshow.swf\" \/><param name=\"flashvars\" value=\"host=picasaweb.google.com&amp;hl=de&amp;feat=flashalbum&amp;RGB=0x000000&amp;feed=http%3A%2F%2Fpicasaweb.google.com%2Fdata%2Ffeed%2Fapi%2Fuser%2FYachtFreydis%2Falbumid%2F5482012309102470241%3Falt%3Drss%26kind%3Dphoto%26hl%3Dde\" \/><param name=\"pluginspage\" value=\"http:\/\/www.macromedia.com\/go\/getflashplayer\" \/><\/object><\/p>\n<p><big>H<\/big>eide hat f\u00fcr das Magazin SEGELN zwei Reportagen geschrieben, die wir diesem Brief beif\u00fcgen bzw. in einem Weiteren Beitrag hier ver\u00f6ffentlichen. Sie werden in den n\u00e4chsten Heften von SEGELN mit Bildern von der Reise erscheinen.<\/p>\n<blockquote><p>Arbeitstitel:<\/p>\n<ol start=\"1\">\n<li>Teil: Midway Atoll \u2013 ein Vogelparadies im M\u00fcllstrudel<\/li>\n<li>Teil: Zur Kirschbl\u00fcte in Japan<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote>\n<p><em>Wer Interesse hat: Bitte per Email melden!<\/em><\/p>\n<h3>Zum guten Schlu\u00df oder Auf ein Neues<\/h3>\n<p><big>W<\/big>ir sind von Japan, von dem Land und seinen Menschen, begeistert. Sechs Wochen waren wir dort, jetzt wollen wir Mitte August zur\u00fcckfliegen und unsere Eindr\u00fccke vertiefen. Zuerst werden wir f\u00fcnf Wochen mit dem Wagen den Nordosten Honshus und die n\u00f6rdlichste Insel Japans, Hokkaido, bereisen. Danach kommt die Freydis dran. Nach Pflege und Instandsetzung folgt ein Zwei-Wochen-T\u00f6rn im Herbst zur Zeit der Laubf\u00e4rbung entlang der Nordostk\u00fcste Honshus, die wir bis dahin ja schon mit dem Wagen erkundet haben. Nat\u00fcrlich beziehen wir auch die Matsushima Bucht ein mit ihrer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Szenerie, die zu den drei sch\u00f6nsten Ansichten Japans z\u00e4hlt. Besuchen wollen wir ebenfalls den Rikuchu-Kaigan Nationalpark und, wenn Interesse bei unseren Mitseglern vorhanden ist, mit dem Leihwagen einen Abstecher zum Towada Hachi-mantai NP (eine der letzten Wildnisse Japans mit Vulkanen, dampfenden Geysiren, brodelnden Schlammteichen) unternehmen. Zielhafen des T\u00f6rns ist voraussichtlich die Hafenstadt Muroran auf Hokkaido, wo die Freydis den Winter \u00fcber liegen wird.<\/p>\n<h3>Wer kommt mit?<\/h3>\n<p><big>A<\/big>uf dem Zwei-Wochen-T\u00f6rn vom 3. bis 16. Oktober von Onahama (IWAKI) nach Muroran\/Hokkaido w\u00fcrden wir uns \u00fcber Mitsegler aus Euren Reihen freuen.<\/p>\n<p><big>E<\/big>ine kleine Anregung von uns: Es bietet sich an, diesen Segelt\u00f6rn mit weiteren eigenen Japan-Aktivit\u00e4ten zu verbinden (eventuell auch mit Partner). Von dieser M\u00f6glichkeit haben unsere Mitsegler auf den letzten beiden T\u00f6rns ausnahmslos Gebrauch gemacht und sind vor oder nach dem T\u00f6rn noch auf eigene Faust oder mit einer Reisegesellschaft (MEIER\u00b4S WELTREISEN) unterwegs gewesen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dfen m\u00f6chten wir diesen Brief mit einem Dank an unsere Mitsegler der letzten T\u00f6rns (nach Hawaii und in den Japanischen Inseln) f\u00fcr ihren Einsatz und f\u00fcr ihre angenehme Gesellschaft. Es war uns ein Vergn\u00fcgen!<\/p>\n<p>Seid herzlich gegr\u00fc\u00dft<\/p>\n<p>Dr. Heide &amp; Dipl.-Kfm. Erich Wilts<\/p>\n<p>Untere B\u00fcttengasse 3<br \/>\nD-69121 Heidelberg<\/p>\n<p>Phone:\u00a0+49- 6221-47 37 24<br \/>\nFax:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0+49 6221-438 60 99<br \/>\nMobil:\u00a0\u00a0\u00a0+49 175\u20135227 201<br \/>\nEmail:\u00a0\u00a0wilts[[at]]freydis.de<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freydis.de\">Homepage<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026und wir sind wohlbehalten zur\u00fcck in Deutschland. An unsere Freunde und Mitsegler Unserem Fernziel, ein 2. Mal nach Alaska zu segeln, sind wir in den ersten vier Monaten dieses Jahres ein ganzes St\u00fcck n\u00e4her ger\u00fcckt, ziemlich genau 7.000 Meilen. 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