Törnplan 2022

Stand 1. Januar 2022 – Änderungen vorbehalten

TÖRNPLAN 2022     Island – Grönland – Färöer – Schottland

Törn I    Isafjördur – Kangerlussuaq-Fjord – Scoresbysund – Grimsey – Husavik

3 Wochen von Freitag, 01. bis Donnerstag , 21. Juli 2022, ca. 1.000 sm

Pause in Husavik vom 22. bis 28. Juli 2022

Törn II    Husavik – Grimsey – Höfn Vatnajökull) – Torshavn/Färöer  

2 1/2 Wochen von Freitag, 29. Juli bis Sonntag 14. August 202,  ca. 600 sm

Pause in Torshavn vom 15. bis 19. August

Törn III   Färöer – Fair Isle – Orkneys – Inverness – Kaledonien Kanal – Oban        

2 1/2 Wochen von Samstag, 20. August bis Montag, 5. September 2020  ca 500 sm

Für alle Törns gilt:

Einchecken an Bord am Tag vor Törnbeginn, möglichst bis 16:00 Uhr zum Kaffee. Danach folgen Einweisung und Törnbesprechung. Auschecken am letzten Tag des Törns.

Wie immer werden wir vor den Törns Crewtreffen bei uns in Heidelberg arrangieren!

Törnkritiken von Mitseglern aus den Vorjahren findet Ihr unter:

Törn-Kritiken 2018 Grönland Törn-Kritiken aus den Vorjahren

Erläuterungen zum Törnplan 2022

Für alle Törns gilt:  Auf allen drei Törns werden wir wieder von „WetterWelt“ aus Kiel über Iridium-Satphone beraten und nehmen beim Törnverlauf Rücksicht auf die jeweilige Wetterlage. Das kann zu einer anderen Route als im Plan führen. Allerdings hat – wie bisher auf allen Törns der Vergangenheit – neben der Sicherheit für Crew und Schiff das pünktliche Erreichen des geplanten Zielhafens oberste Priorität, damit die geplanten Crewwechsel problemlos stattfinden können.

Zu Törn I: Island/Grönland  vom 1. bis 21. Juli

Wir wollen die Reise an der grönländischen Küste dort fortsetzen, wo wir in 2021 wegen Wetter und Eis umdrehen mussten. Siehe auch Heides Bericht auf unserem Blog:

Erstes Ziel ist die Kraemer Insel (68° 10´N und 31°45´W) im Kangerlussuaq-Fjord. Dann arbeiten wir uns die Küste rauf Richtung Scoresbysund. In diesem Sund und der kleinen gleichnamigen Ortschaft waren wir 1986 als erste deutsche Yacht überhaupt.

Wir verzichten hier darauf, anzuführen, was alles so passieren kann und welche Hindernisse sich uns in den Weg stellen können. Soviel ist sicher: Den Scoresbysund zu erreichen, ist auch heute noch eine echte Herausforderung. Und wir weisen Euch auf zwei Quellen hin: Zum einen Heides Buch über die damalige Reise mit dem Titel „WO BERGE SEGELN“, bei uns erhältlich sowie bei amazon als E-Book – und auf das Buch von Arved Fuchs

GRÖNLAND – Meine Abenteuer in Eis und Schnee, Bielefeld 2015. Eine Seite aus diesem Buch haben wir hier im Anschluss auszugsweise aufgeführt:

O s t g r ö n l a n d  TUNU – Die abgewandte Seite

Unterschätzt nicht die möglichen Schwierigkeiten dieses Abschnitts.

Zu Törn II: 29. Juli bis 14. August  von Husavik über Grimsey und Höfn zu den Färöern

Von Husavik aus besuchen wir die nördlichste Insel Islands, die auf dem Polarkreis gelegene Insel Grimsey. Von dort geht es im Uhrzeigersinn an der Ostküste Islands entlang bis zum kleinen Fischereihafen Höfn am Fuße des mächtigen Vatnajökull, des größten Gletschers Europas. Von dort übers Europäische Nordmeer zu den Färöern. Dort endet der Törn in der kleinen Hauptstadt Torshavn.

Zu Törn III: 20. August bis 5. September 2020  Färöer – Fair Isle – Orkneys – Kaledonien Kanal – Oban

Der sehr abwechslungsreiche Törn führt zu einer Insel, an der wir schon etliche Male in 60 Jahren vorbei gesegelt sind, auf der wir aber noch nie anlegen konnten: FAIR ISLE. Diesmal ist sie dran! Von dort wollen wir zu den Orkneys nach Kirkwall und Scapa Flow und von dort über Inverness in den Neukaledonien Kanal.

Ziel dieses Törns ist die Marina CRAOBH HAVEN bei Oban, ein Geheimtipp unserer Freunde Bert und Marlene. Pos 56°12.665N . 5°33.076W. Der Flughafen von Glasgow ist in der Nähe.

Törngebühren pro Törn:

Törn I                  3  Wochen                     3.000,-

Törn II                 2 ½ Wochen                  2.490,-

Törn III                2 ½ Wochen                    2.490,-

Bordkasse:

Die anteilige Bordkasse beinhaltet Verpflegung und Getränke an Bord sowie andere laufende Kosten, die diesen Törnabschnitt betreffen, wie Treibstoff, Gas und Heizung, Hafen- und Liegegebühren, Seekarten und Handbücher des Reviers, Wetterberatung über Satellitentelefon, nicht jedoch Eintrittsgebühren in Nationalparks und ähnliche Einrichtungen und evtl. Corona-tests. Auswärtige Essen zahlt jeder für sich, das gilt auch für das Skipperpaar.

Wir setzen bei 7-8 köpfiger Crew (einschl. Skipper) für die Törns 55,- Euro pro Tag und Teilnehmer an.

Bezüglich der Flugpreise haben wir uns sehr genau informiert: Sie sind überraschend günstig für diese Reisen. ATLASREISEN Deck 11 in Bemerhaven und Cuxhaven hat für die vier Törns Flüge und Preise recherchiert. Lasst Euch Angebote geben von Deck 11, Am Längengrad 12, 27568 Bremerhaven. Es betreuen uns seit vielen Jahren Herr Bernd Sekula, Frau Maria Sanchez und Frau Gesa Zöllmann. Mail: bsekula@deck11.de oder info@deck11.de. Telefon 04721- 6982623 oder 0471-94189999. Der Törnplan liegt der Agentur vor.

Anreisetag und Einchecken an Bord: jeweils am Tag vor dem eigentlichen Törnbeginn. Abreise am letzten Tag des Törns, nachdem das Schiff aufgeklart wurde.

Vergesst bitte nicht, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen, die auch Törngebühr und Bordkasse beinhaltet.

Weitere Infos über Grönland:

Von Heide: WO BERGE SEGELN   Als Buch bei uns, als E-Book bei amazon

in der YACHT 1/2022  FEUER UND EIS

….in Magazin SEGELN Heft 3 + 4 2019 Von Polarkreis zu Polarkreis (siehe https://www.freydis.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/04/Groenland-II.pdf)

auf unserem Blog diverse Beiträge in 2020/21

und aus dem Buch von Arved Fuchs

 GRÖNLAND – Meine Abenteuer in Eis und Schnee, Bielefeld 2015:

O s t g r ö n l a n d  TUNU – Die abgewandte Seite

„Es ist die gewaltigste Landschaft, die der gesamte arktische Raum zu bieten hat: der Osten Grönlands. „Tunu – die abgewandte Seite“ wird dieser Teil Grönlands von seinen Bewohnern genannt. Diese Bezeichnung sagt alles aus. Es ist die Schattenseite – obwohl im Osten die Sonne aufgeht. Es ist der Teil Grönlands, der sich dem menschlichen Zugriff weitgehend entzieht. Schroff, abweisend, die Küste wie durch ein Bollwerk von den meterdicken Packeisfeldern des Ostgrönlandstromes abgeschottet, darin eingebettet ungezählte Eisberge, die wie bizarre Kastelle wirken. Und dann die Piteraqs: Furchtbare Stürme, die jäh und unvermittelt auftreten, Windgeschwindigkeiten von weit über 200 Stundenkilometern erreichen und selbst faustgroße Fels- und Eisstücke wie Geschosse durch die Luft fliegen lassen. Orkanartige Stürme, die plötzlich und mit aller Heftigkeit einsetzen, gibt es häufig auf Grönland, sowohl im Westen als auch im Osten. Aber keiner ist so gefürchtet wie der Piteraq, der nur an der Ostküste vorkommt. Mit ungeheurer Wucht bricht er aus, wirft Boote um, drückt Türen ein und versetzt Menschen und Tiere in Angst und Schrecken. Wehe dem Jäger, der sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen kann. Der Sturm ist wirklich lebensgefährlich – jedes Kind wächst in diesem Bewußtsein auf. Und wenn der Sturm nicht weht, ziehen dicke, nasse und bleischwer wirkende Nebelbänke auf. Das ist der Sommer – unterbrochen von sonnendurchfluteten Stunden und Tagen, an denen man es problemlos im T-Shirt draußen aushält – auch um Mitternacht, weil im Sommer die Sonne nicht untergeht.

Die längste Zeit des Jahres aber herrscht Winter mit bitterer Kälte und flammenden Polarlichtern. Wer einen der sonnigen, stillen Tage erwischt, wird der glücklichste Mensch der Welt sein. Die Szenerie ist magisch und mit einem hohen Suchtpotential versehen. Wer glaubt, die Berge und Fjorde im Westen Grönlands sind an Urgewalt nicht zu übertreffen, der hat den Osten noch nicht gesehen. Dort ist alles noch gewaltiger, einsamer, wilder, bedrohlicher, archaischer….“

Die Routen der Freydis Grönland/Island/Spitzbergen 1964 bis 2019