FREYDIS TÖRNS 2022

Hallo Freunde,


Neues Spiel – neues Glück!

Das neue Jahr beginnt – so wie die beiden vorangegangenen – mit Corona. Wir haben uns hier in Heidelberg mal wieder eingeigelt und unsere Kontakte auf ein Minimum reduziert.


Wie in den beiden Vorjahren werden wir auch in diesem Jahr wieder im Sommer auf Reisen gehen. Die FREYDIS liegt in Isafjördur und scharrt mit den Hufen. 


Der Törnplan 2022 steht: Wir starten unsere vermutlich letzte Reise nach Grönland zur Kraemer Insel am Kangerlusuaq-Fjord – dorthin, wo wir letztes Mal aus Wetter- und Zeitgründen abbrechen mußten – und wollen, wenn die Bedingungen es zulassen, zum Scoresby-Sund. 
Danach geht es über die isländische Ostküste, die Färöer und die Orkneys langsam, d.h. durch den Kaledonien-Kanal, Richtung Heimat.

 
Mitsegler auf allen drei Törns sind wie immer willkommen.

Herzliche Grüße

Heide + Erich

Papageientaucher auf Heimaey
Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Eisbärin zu Besuch

Michael Ziese aus Rostock, unser Stegnachbar in Isofjördur, ist mit seiner X-TRIP, eine ELAN 37, seit 4 Jahren einhand in isländischen Gewässern unterwegs. In Bayern würde man ihn als „Hund“ bezeichnen. Im Sommer 2021 war er allein an die Ostküste Grönlands gesegelt, bekam dort in einer Bucht vor Anker liegend Besuch von einer Eisbärenmama mit ihren zwei Jungen. Die wollten gerne zu ihm übers flache Heck an Bord steigen (siehe Foto) – er aber hatte Bedenken.

Alleine mit einer kleinen Kunststoffyacht nach Grönland zu segeln, ist schon sehr mutig – und auch sehr riskant. Vor der kleinen Ortschaft Scoresbysund ankernd wurde er von einem Sturm überrascht. Der Anker slipte und die X-TRIP strandete auf Unterwasserfelsen. Nur dem beherzten Einsatz einer Eskimocrew mit stark motorisiertem Motorboot, die ihn von den Felsen runter zog, verdankte er, dass er noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen ist.

Michael hat uns ein paar eindrucksvolle Bilder überlassen, die er auf seiner letzten Reise z.T. mit Drohne gemacht hat. Danke, Michael! Weiter Infos findet Ihr auf seiner Homepage 

http://www.x-trip.eu/kontakt/

Der „Hund“ mit dem blauen Auge hatte uns vor zwei Monaten alarmiert, als der Monster-Orkan XENUS und in seinem Gefolge der Orkan YOGI die Freydis beschädigten und uns bei der Reparatur geholfen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Kürze in Isafjördur.  

Michael Ziese und die X-TRIP
Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Betr.: BÜCHER + „boot“

Hallo Freunde,

Wir waren wie jedes Jahr vor Weihnachten drei Wochen zum Wandern und Relaxen auf den Kanaren. Diesmal allerdings nicht auf unserer heftigen Vulkanausbrüchen ausgesetzten Lieblingsinsel La Palma, sondern im Süden von Gran Canaria.

Am 19. Dezember kehren wir zurück nach Heidelberg und werden als erstes die vorliegenden Buchbestellungen abwickeln. Das wird bis Weihnachten auch klappen.

Bücher für den Weihnachtstisch könnt Ihr jetzt noch bei uns direkt per E.-Mail bestellen oder aber über unsere Homepage. https://www.freydis.de/wordpress/buecher/

Das ganze „Programm“, insgesamt 16 Bücher, sind noch lieferbar.

Wir freuen uns über Bestellungen!

VORTRÄGE AUF DER  „boot“

Von dem Veranstalter der „boot“ in Düsseldorf wurden wir im September gefragt, ob wir im Januar wieder für Vorträge auf der großen Bühne zur Verfügung stehen. Wir haben drei Termine zugesagt. Beginn jeweils um 13:30

Samstag (22.01),   Sicher durch den Sturm – Strategie und Taktik beim Segeln in                                                                       schwerem Wetter

Die Sturmexperten Heide und Erich Wilts stellen systematisch Strategie und Taktik, Vorbereitung, Technik und ganz praktisch Verhaltensweisen bei Starkwind, Sturm oder Orkan vor.

Sonntag (23.01), Grönland rund – Mit der Freydis vom Polarkreis zum Polarkreis

Montag (24.01), Sicher durch den Sturm – Strategie und Taktik beim Segeln in schwerem Wetter

Ob die Messe und die Vorträge nach der erschreckenden Zunahme von Corona in den letzten zwei Monaten noch stattfindet, können wir nicht beurteilen. Wir werden uns diesbezüglich Anfang Januar noch einmal bei Euch melden.

Falls wir uns vorher nicht mehr sprechen: Wir wünschen Euch ein frohes Fest. Kommt gesund ins neue Jahr.

Herzliche Grüße

Heide+Erich

PS  

Es mehren sich die Anfragen, was wir im kommenden Jahr (2022) mit der FREYDIS vorhaben, die derzeit im Nordwesten Islands in Isafjördur überwintert. Dazu Folgendes:

Wir möchten noch mit dem Törnplan bis zum Januar warten. Dann können wir besser überblicken, was in Sachen 4. Welle und Omikron-Variante auf uns alle zukommt. Also habt bitte noch etwas Geduld.

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

5.500 Meilen auf arktischem Kurs – Finale

Text von Heide, Fotos von Ralph Gerdes, Gerrit Voss, Peter Wagner, Erich Wilts

Auf nach Grönland oder Heiß auf Eis

Die letzte Crew dieser Saison hatte, wie schon die vorangegangene, die Wahl zwischen Island rund und einem Abstecher an die Ostküste Grönlands. Sie entschied sich einmütig für die Reise nach Grönland und zurück. Alle hatten auch, wie besprochen, einige Reservetage eingeplant, falls das Wetter auf der Rückreise nicht mitspielen würde. Zwei Jahre zuvor hatten wir diese Vorsorge nicht getroffen und wären deshalb beinahe in Bedrängnis geraten: Die eingeplante Woche für die Rückreise über die Dänemarkstraße hatte wegen heftiger Stürme nur um Haaresbreite ausgereicht. Anderenfalls hätten unsere Mitsegler ihren Flieger von Island nach Deutschland nicht mehr rechtzeitig erreicht.

Eine abweisende, ja feindselige Küste empfängt uns. Vorsichtig bahnen wir uns einen Weg in die Fjorde und Sunde zu den wenigen Anker-Buchten, in denen man vor Eis und Fallböen sicher ist.
Im Inneren des Sermilikfjordes. In der Saling gibt Jochen dem Rudergänger Hinweise, der einen Weg durch das Eislabyrinth sucht.

Auch der letzte Törn des Jahres von Isafjördur an die grönländische Küste, war spannend, vor allem wegen der ungeheuren Eismassen in den Fjorden und an der Küste. Die wilden Szenarien aus Felsen, Eis und Meer haben uns nicht nur tief beeindruckt – wir waren auch gefordert. Der Törn mit Aufenthalten in Tasiilaq und kleinen Innuit-Dörfern weiter nördlich, verlief ohne größere Pannen. Zum guten Gelingen trugen nicht zuletzt unsere erfahrenen Mitsegler aus Ostfriesland bei.

Mit dem Kescher fangen wir unsere Drohnen wieder ein
Ein farbenprächtiges Schauspiel: Sieben Achtel der Eisberge und Growler sind unter Wasser
Heide im Bugkorb warnt vor Growlern
Zu Dicht wird das Eis. Wir schaffen es nicht zur Abbruchkante der Gletscher.
Weiterlesen
Veröffentlicht unter 2021, Allgemein, Grönland, Island, Rundbriefe | 2 Kommentare

FREYDIS durch Monster-Orkan XENUS beschädigt

Die FREYDIS überwintert, wie schon vor drei Jahren, im winzigen Segler-Hafen von Isafjördur im Nordwesten Islands zusammen mit knapp einem Dutzend anderen Yachten. Darunter auch die X-TRIP (eine ELAN 37) von Einhandsegler Michael Ziese aus Rostock.

Micha segelt schon die 4. Saison in isländischen Gewässern. Er war zum Glück noch an Bord, als vor vier Wochen der Monster-Orkan XENUS und ein paar Tage später in seinem Schlepptau Orkan YOGI zuschlugen. Die Yachten wurden dadurch z.T. schwer beschädigt. Bei der X-TRIP klaffte durch eine herausgerissene Klampe im Deck ein Loch von einem halben Quadratmeter, bei der FREYDIS platzten mehrere Fender, rissen 4 Reelingstützen ab, wurde das Gehäuse einer Windhutze zertrümmert, brachen die Rotorblätter eines Windgenerators und der losgerissene Großbaum beschädigte Wanten und Fallen. Anderen Yachten ging es noch schlechter, sie liefen z. T. voll Wasser und verloren Segel. Die Rettungsdienste waren permanent im Einsatz, um durch Pumpen und dem Ausbringen zusätzlicher Leinen Schlimmeres zu verhindern. Laut Hafenmeister Gudmundur Kristjánsson, einem pensionierten Kapitän, war es der schlimmste Orkan seines Lebens. Am Flugplatz wurden in Spitzen 116 Knoten Wind (Orkan beginnt bereits bei 64 Knoten Wind) gemessen. Die Kräfte, die wirken, kann man sich kaum noch vorstellen und sind für uns nur vergleichbar mit Super-Taifunen der Kategorie V, wie wir sie vor ein paar Jahren in Japan erlebt haben.

Micha hatte uns gleich benachrichtigt, aber schon vorher mit Kapitän Torfi Einarsson zusätzliche Leinen an der FREYDIS ausgebracht.

Ich bin dann gleich nach Island geflogen, mein Freund Thilo, Chief-Engineer seit 40 Jahren, hatte Unterstützung angeboten und kam mit. Wir haben dann eine Woche lang bei viel Wind, Regen, Schnee und Kälte an der FREYDIS gearbeitet und insgesamt 21 Leinen ausgebracht, große Fender gekauft, Autoreifen organisiert etc. Thilos Handrücken waren dick angeschwollen und mein Kreuz arg lädiert. Nun hoffen wir, dass unser Schiff in diesem Winter noch gut über die Runde kommt. Allerdings konnten wir nicht alle Schäden in der Kürze der Zeit beheben. 

Unser Dank gilt allen, die mir geholfen haben, natürlich ganz besonders Thilo und Michael Ziese.

Michael hatte während des Orkans nur ein paar Minuten sein Boot verlassen können, um zu filmen. Einen kleinen Eindruck bekommt Ihr auf diesem Video: https://youtu.be/bMyxvR9Ons0

Mit besten Grüßen
Heide+Erich

Fortsetzung: 5.500 Meilen auf arktischem Kurs – Teil II

Jetzt war guter Rat teuer!

Die FREYDIS pünktlich in Grönland, aber die neue Crew in Island – und keine Möglichkeit, zu uns zu fliegen, denn die Flüge der zweiten Fluggesellschaft schienen völlig ausgebucht. Was tun?

Überraschend schnell löste unser deutsches Reisebüro die Probleme mit den Rückflügen unserer Mitsegler: Noch am selben Tag reservierte sie sechs Plätze bei der zweiten Fluggesellschaft. Es war kein Direktflug, dazu umständlich und teuer, aber es war sichergestellt, dass alle rechtzeitig wieder nach Deutschland in Arbeit und Brot kamen. Vorher halfen alle kräftig mit beim Aufklaren der FREYDIS und dann waren sie schon fort. Der Einzige, der außer dem Skipper an Bord blieb, war Gundolf, da er vorhatte, auch den nächsten Törn mitzusegeln. Gemeinsam zogen wir ins benachbarte Restaurant und beratschlagten, wie es weitergehen sollte.

Ein wilder Ritt nach Island

Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet zum Berg kommen. Die Entfernung von Quaqortoc nach Reikjavik beträgt etwa 800 Meilen und wir hatten nur noch eine Woche Zeit bis zum Beginn des dritten Törns. War das zu schaffen? Den ganzen Tag ging es über Telefonate und Mails hin und her mit unseren Mitseglern auf Island und in Deutschland, und wir fragten auch WetterWelt: „Die Wetterlage scheint mit Euch zu sein“, schrieb Herr Wache, unser Meteorologe.

Gundolf und Erich in Quaqortoq: Zu zweit segeln wir nach Island, um unsere liegengebliebene Crew abzuholen

Fotos in diesem Beitrag von der Crew der FREYDIS, namentlich Gundolf Oertwig, Thomas Bruns, Erich Wilts.

Weiterlesen
Veröffentlicht unter 2021, Allgemein, Grönland, Island, Rundbriefe | Schreib einen Kommentar

5.500 Meilen auf arktischem Kurs

Rückblick auf die Saison 2021

An unsere Freunde und Mitsegler,

vor einigen Tagen sind wir aus Kärnten zurück gekommen – zwei Wochen Wellness hatte uns Heide nach unserer Rückkehr aus Island verordnet – mit sich als Kurärztin. Hatten wir nötig und ist uns auch gut bekommen. Vormittags wandern in luftiger Höhe, nachmittags relaxen in Thermen und Sprudelwasser und abends gepflegt essen.

(c Saul Santo)
Nach dem Ausbruch: Im Vordergrund die Marina Tazacorte, in der wir 8 Monate gelegen haben. Dort, wo im Hintergrund die glühende Lava ins Meer fließt, wurde die Finca von Rolande und Federico, auf der sie ihr Domizil hatten, begraben.
Vor dem Ausbruch: Da war die Welt noch in Ordnung

Ja, Ihr könnt noch mit uns rechnen, auch wenn es in diesem Jahr ein paar Mal sehr eng wurde. Nicht lange, nachdem wir den Hafen unserer Lieblingswanderinsel La Palma Anfang Juni verlassen hatten, ist auf dem Bergrücken Cumbre Vieja der schlummernde Vulkan erneut ausgebrochen (der letzte Ausbruch liegt genau 50 Jahre zurück). Er wütet derzeit immer noch – und sogar von Tag zu Tag heftiger. Schon die bloße Vorstellung, dass wir bei seinem Ausbruch noch in der Marina von Tazacorte gelegen hätten, ist gruselig: Da verliert man 2011 seine geliebte Yacht in einem Jahrhundert-Tsunami in Japan, baut eine neue Yacht und riskiert diese genau 10 Jahre später bei einem Vulkanausbruch erneut in einer scheinbar bombensicheren Marina.

Andere hatten nicht so viel Glück: Wie es den Yachten in der Marina Tazacorte ergangen ist, haben wir noch nicht in Erfahrung gebracht, aber inzwischen sind schon über zweitausend Anwesen auf La Palma zerstört, für viele der Betroffenen eine persönliche Katastrophe. Auch unser langjähriger Trans-Ocean-Stützpunktleiter auf La Palma, Federico Ulrich und seine Frau Rolande, die nicht weit weg von der Marina wohnen, konnten sich zwar in Sicherheit bringen, aber ihre Finca mit all ihrem Hab und Gut wurde unter der Lava begraben. Sie schrieben uns heute:

Ja wir sind betroffen und haben alles verloren. Die letzten 4 Wochen gleichen einem Horrorfilm. Jetzt verhandeln wir mit Versicherungen und Behörden.
Besitzen noch unseren Geländewagen, ein paar Kleider, unsere 2 Fellnasen (gemeint sind ihre Hunde) und 2.200 m2 Lava von 20m Dicke, in der alles bei 1240 Grad eingeschmolzen ist.

Der Verein Trans-Ocean will ihnen helfen und hat eine Hilfsaktion gestartet. Jeder kann sich daran beteiligen.

Heute ist der 25. Oktober 2021. Unser letzter Eintrag auf unserem Blog stammt vom 3. Mai des Jahres. Das ist lange her. Nicht, dass wir unter Schreibfaulheit litten, aber die Segelsaison 2021 hat uns weit mehr gefordert als erwartet – es lief in diesem Jahr nicht alles nach Plan.

Hätte uns zu Beginn der Saison jemand erklärt, dass wir in diesem Jahr gleich zweimal nach Grönland und zweimal nach Island segeln und dann noch einmal Island rund, dann hätten wir ihn für verrückt erklärt. Aber wie heißt es so schön: “… erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!“ Und das alles wegen eines Virus, der die Welt immer noch in Atem hält.

Warum wir in diesem Jahr in 3 Monaten unter oft schwierigsten Bedingungen 5 ½ tausend Meilen gesegelt sind – was gar nicht unsere Absicht war – lest Ihr in diesem Blogbeitrag.

Weiterlesen
Veröffentlicht unter 2021, Allgemein, Grönland, Island, Rundbriefe | 6 Kommentare

Zwischen Furcht und Euphorie

Am 5. Mai erscheint die YACHT mit einem Beitrag aus Heides Feder:

ZWISCHEN FURCHT UND EUPHORIE

Über die psychologischen Auswirkungen von schwerem Wetter auf die Crew – vor dem Sturm, während des Sturms, nach dem Sturm.

13 Seiten umfasst die Titelgeschichte in der YACHT, in dem sich Heide in einem Essay mit einem nicht alltäglichen Thema beschäftigt. Die Anregung dazu gab Uwe Janßen, seit Jahrzehnten der stellv. Chefredakteur des Magazins. Mit ihm hatten wir vor drei Jahren die fünfteilige Sturmserie in der YACHT entworfen, die so gut ankam, dass wir daraus den Doppelband „IM STURM“ entwickelten, der Mitte letzten Jahres erschien und den viele von Euch inzwischen kennen.

Als es beim Erscheinen der beiden STURM-Bücher um deren Präsentation für die Leser der YACHT ging, schlug Uwe Janßen vor, nicht noch einmal Auszüge aus der Sturm-Serie oder den Büchern zu bringen – sondern ein ganz neues Thema anzupacken, das jedoch ebenfalls in den Themenkreis „Sturm“ gehört.

Uwe Janßen: „Schreib doch mal über die psychologischen Auswirkungen von schwerem Wetter auf die Crew – vor, während und nach dem Sturm. Ihr habt so viele Leute in derartigen Situationen erlebt wie niemand sonst. Also musst Du genau diese Storys auch erzählen…“

Weiterlesen
Veröffentlicht unter 2021, Rundbriefe, Veröffentlichung | Schreib einen Kommentar

T R A U M T Ä N Z E R

Wir hatten an dieser Stelle schon einige Male Gelegenheit, Bücher und ihre Autoren aus unserem Freundeskreis vorzustellen und erinnern z.B. an die humorvollen Geschichten in „CAPTAIN SPEAKING“ aus dem Leben von Gerd Engel, Kapitän – Elblotse und Katamaran-Segler. Gerd Engel war der erste Deutsche, der mit einem Katamaran, dem selbstgebauten SPOSMOKER II in die Antarktis gesegelt ist. Er hat nicht nur zahlreiche Bücher über seine Reisen geschrieben, sondern auch etliche Romane.

Oder an Detlef Jens, einen echten Liveaboard, einen modernen Seevagabunden, der dauerhaft an Bord von Schiffen wohnt (zur Zeit in Flensburg). Die spannenden Romane BLACK JACK und GEFÄHRLICHE ZEITEN, in denen der Schiffssachverständige Fabian Timpe rätselhafte Kriminalfälle löst, stammen aus seiner Feder.  

Hier noch einmal der Link zu beiden Autoren:

https://www.freydis.de/wordpress/captain-speaking/

T R A U M T Ä N Z E R

Neulich hat mir ein weiteres Buch nicht eine, sondern gleich zwei schlaflose Nächte bereitet, da ich es beim Lesen einfach nicht aus der Hand legen konnte. Der Roman trägt den Titel TRAUMTÄNZER, handelt von einem Hamburger Antiqitätenhändler, der sich durch raffinierte Betrügereien eine Segelyacht verschafft und sich damit seinen Traum, einmal allein um die Welt zu segeln, erfüllen will. 

Aber es verläuft nicht alles nach Plan: In der Karibik verliert der Protagonist in einem Wirbelsturm seine Yacht und läßt sich mit der Drogenmafia ein, um seine Finanzen aufzubessern. Spannend zu lesen, wie er versucht, das Heft in der Hand zu behalten und nicht zum Getriebenen zu werden. Auch für den Leser eine Geschichte zwischen Hoffen und Bangen.

Mit der ihm eigenen Akribie zeichnet der Autor das Psychogramm seines Protagonisten. Überaus glaubwürdig und nachvollziehbar auch die Milieuschilderungen der Yachtie-Szene. Man merkt, dass der Autor das Revier – hautsächlich die Karibik mit den Westindischen Inseln – selber auf eigenem Kiel gründlich bereist hat.

Sehr empfehlenswert!


Über den Autor

Harald Schwarzlose, geb. 1938, segelte von Kindesbeinen an und machte frühzeitig sein Hobby zum Beruf. 1967 kam er als Wassersport-Journalist zur Segelzeitschrift YACHT, die er 23 Jahre als Chefredakteur und Herausgeber leitete. Nebenbei schrieb er ein Dutzend Fachbücher über den Segelsport. Etliche wurden in mehrere Sprachen übersetzt und erreichten Bestseller-Rang. Für sein Buch KLEINE KREUZER erhielt er 1995 den Förderpreis der Kreuzer-Abteilung des Deutschen Seglerverbandes als bestes Segelsportbuch des Jahres.

2018 veröffentlichte er seinen ersten Roman TRAUMTÄNZER.

1981 segelte er auf einer 9-m-Yacht zusammen mit drei Freunden über den Atlantik und bereiste anschließend die Schauplätze in der Karibik, die diesem Buch zugrunde liegen. 1998 befuhr er mit einer Yacht den Intracoastel Waterway, der längsten Binnenwasserstraße der Welt an der Ostküste Nordamerikas, wo er weitere Recherchen für den vorliegenden Roman durchführte.

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Trans-Ocean ZOOM Meeting am Donnerstag 18.03.

Erich über das Thema:

Strategie und Taktik bei schwerem Wetter auf See und in Küstengewässern

Mit Downloadlink der ZDF Reportage „Schiffbruch zwischen Feuer und Eis“

Hallo Freunde,

Rund Kap Hoorn im Sturm: Die Brecher müssen exakt ausgesteuert werden

Die Beteiligung am Seminar war überwältigend. Bert & Marlene berichteten von 780 Teilnehmern – und die Reaktion auf den Vortrag war noch einer obendrauf: So viele Zuschriften haben wir das letzte Mal vor genau 10 Jahren erhalten, als wir am 11. März 2011 in Fukushima unsere Freydis verloren. Doch so ein Seminaranlass ist natürlich viel schöner als das verstrahlte Wrack, das wir in Japan zurücklassen mussten.

Danke für die vielen tollen Komplimente. Wir haben sie zur Hälfte an die Moderatoren weiter gereicht, die mal wieder souverän waren. 

Inzwischen haben wir alle Mails von Euch bezüglich Link zu dem Dashew-Buch und den Korrekturen von Dr. Jens Kohfahl zur 13. Auflage von Schwerwettersegeln und noch dutzende Anfragen und Anregungen zum Thema Sturmstrategie und -taktik beantwortet. Außerdem haben wir seit letztem Freitag bis heute mit nur kleinen Pausen Doppelbriefe, Päckchen und Pakete geschnürt mit der ZDF-Reportage

SCHIFFBRUCH ZWISCHEN FEUER UND EIS.

Dabei kam uns ein Verdacht: Ihr wollt doch nicht etwa ebenfalls in die Antarktis segeln und dort überwintern? Davon würden wir dringend abraten – selbst wenn Ihr es besser macht als wir und um eine Strandung herumkommt. Zudem gibt es seit dem Jahr 2000 vom Bundesministerium für Umwelt einen Zusatz zum Antarktisvertrag, der j e d e Reise dorthin genehmigungspflichtig macht. Dass eine YACHT noch einmal in der Antarktis überwintern darf, dürfte durch die neuen Regelungen für die nächsten 1.000 Jahre ausgeschlossen sein. Konnten wir noch ohne Genehmigung und ohne Pass (nirgendwo sonst auf der Welt kann man das), mit der Freydis als erste deutsche Yacht 1981 in die Antarktis segeln und 10 Jahre später dort sogar überwintern, so ist das damit ein für alle Mal vorbei. 

Und auch so etwas ist nicht mehr möglich wie die, auf unsere Überwinterung folgende, sieben-jährige Umrundung der Antarktis mit dem Besuch der meisten ihrer Inseln und Archipele. Davor haben sich massenhaft bürokratische Hürden der Länder aufgebaut, denen die Inseln gehören. Auch da haben wir Glück gehabt, dass wir die Einmaligkeit dieser Krümel am Rande der Antarktis mit ihren Tierparadiesen noch erleben durften. Ein Gefühl der Trauer aber auch des Glücks für uns, denn der Schutz der Umwelt, der Natur, der einzigartigen Tierwelt geht vor, ja, ist unvermeidlich. 

Weiterlesen
Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

Neuigkeiten zu unseren Büchern und zum Sturm-Seminar bei Trans-Ocean

Hallo Freunde,

soeben informiert uns unser Verlag, dass unser Doppelband Im Sturm – Segeln im Extremwetter vergriffen ist. Die erste Auflage wurde innerhalb von nur 7 Monaten verkauft. Der schnelle Abverkauf hat uns natürlich gefreut. Der Verlag hat umgehend reagiert und bereits den Druck der zweiten Auflage in Auftrag gegeben. Das Buch wird voraussichtlich im März wieder lieferbar sein. Außerdem wird das E-Book ebenfalls in den nächsten Tagen bei Amazon und Tolino als Doppelband (19,90 €) erscheinen.

Im Sturm erhielt eine ganze Reihe von Rezensionen und Kritiken. Zuschriften erhielten wir von Nikolaus Gelpke (mare), Arved Fuchs, Jimmy Cornell, Dr. Hans Lampalzer, Dr. Meeno Schrader, Dr. Jens Kofahl, Jochen Rieker (YACHT), Gerd Engel, Uwe Janßen (YACHT), Kai Köckeritz (SEGELN), Wolfgang Laermann, Michael Haferkamp, Detlef Jens (Literaturboot), Martin Muth (Nautische Nachrichten der KA), Kirsten Panzer (Trans-Ocean), Sönke Roever (Blauwasser.de), Peter Sartorius (Süddeutsche Zeitung), Norbert Thomé (Tall-Ship News), Jochen Wagner (YACHT CLUB AUSTRIA, Ocean7 Österreich) und vielen anderen.


Das Buch Eskapade: Von Japan durch die Nordwestpassage (2019 erschienen), ist ebenfalls vergriffen, wird aber als Papierbuch z.Zt. nicht neu gedruckt.
Wie immer haben wir uns noch rechtzeitig bevorratet und können das Buch auch weiter von Heidelberg aus liefern.

Außerdem ist Eskapade in unserer E-Book Reihe lieferbar, sowohl über den klassischen Buchhandel (Tolino) als auch über Amazon. Der Preis für die Ausführung in Edition PLUS beträgt € 9,99.


Hinweisen möchten wir Euch auf einen Vortrag, den Heide und ich im Zoom-Meeting von Trans-Ocean halten am

Donnerstag, 18.03.21 / 18:30 Uhr
Thema: Strategie und Taktik bei schwerem Wetter auf See und in Küstengewässern.

Weiterlesen
Veröffentlicht unter 2021, Allgemein, Buch, Rundbriefe | 1 Kommentar