Quo vadis Freydis?

Hallo Freunde,

seit wir aus Grönland zurück sind, werden wir häufig gefragt, wie es weitergeht.

Um es kurz zu machen: Wir sind uns noch nicht schlüssig.

Die Reise an der grandiosen Ostküste Grönlands war für uns und unsere Mitsegler ein unglaublich tolles Erlebnis. Die Versuchung ist groß, im nächsten Frühjahr von Isafjördur, der kleinen Hafenstadt im Nordwesten Islands, in der die Freydis überwintert, an die Ostküste Grönlands zurück zu segeln und von dort nach Süden über das Kap Farvel nach Neufundland.

Eine zweite Möglichkeit bestünde darin, über den Polarkreis zum Scoresby-Sund im Osten Grönlands zu segeln und von dort über Jan Mayen nach Spitzbergen und Tromsö. Eine ähnliche Reise hatten wir bereits 1986 mit der Freydis II unternommen.

Eine echte Alternative ist es auch, nach Jahren der Kälte wieder einmal in wärmere Gefilde aufzubrechen: Zum Beispiel über die Färöer und Schottland nach Irland und von dort nach Lissabon.

Last not least: Die neue Freydis hat seit ihrem Start 2012 bald 40.000 Meilen auf dem Buckel, überwiegend in – was das Segeln angeht – recht anspruchsvollen Revieren. Eine kleine Generalüberholung täte ihr gut und die ließe sich am besten in ihrem Heimathafen in Leer/Ostfriesland bewerkstelligen. Das würde bedeuten, dass wir 2019 über die Färöer Richtung Heimat segeln.

Wie immer können wir eine Entscheidung nicht auf die lange Bank schieben. Das Ende einer Reise ist immer auch zugleich der Beginn einer neuen Reise, denn die muss von langer Hand vorbereitet werden. Und diejenigen, die uns abschnittsweise begleiten wollen, wissen dann, woran sie sind.

Wir bitten Euch noch um etwas Geduld: Bis spätestens Mitte November soll der neue Törnplan 2019 stehen.

Herzliche Grüße
Heide+Erich

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