Vorträge in Deutschland und Österreich

Hallo Freunde,

im Oktober und November halten wir in folgenden Städten Vorträge zum Thema:

Nordwestpassage 2017

– mit der Freydis von Alaska nach Grönland –

Route NWP

1) Düsseldorf

Termin: Freitag, 27. Oktober, Beginn 19:30 Uhr

Ort: Düsseldorfer Yachtclub, Rotterdamerstr. 30, 40474 Düsseldorf

Ausrichter: Düsseldorfer Yachtclub e.V. http://dyc.de

2) Frankfurt

Termin: Montag, 30. Oktober, Beginn 19:30

Ort: Im Clublokal beim Frankfurter Kanuverein, Schaumainkai 90, 60596 Frankfurt.

Ausrichter: AHYC http://www.ahyc.de.

3) Salzburg

Termin: Donnerstag, 9. November, Beginn 19:30

Ort: Hotel Restaurant Laschenskyhof, Josef-Hauthaler Straße 2, A- 5071 Salzburg-Wals

Ausrichter: Yacht Club Austria, Crew Salzburg; Gäste sehr willkommen

4) Kaprun/Österreich

Termin: Mittwoch, 22. Nov. 2017  19:30 in der Tauern Spa

Ort: Kaprun, Tauern SPA Zell am See Platz 1    www.tauernspakaprun.com/

Ausrichter: Yacht Club Austria, Crew Tauern; Gäste sehr willkommen

5) München 

Termin: Freitag, 24. November, Beginn 19:30

Ort: Augustiner am Wörthsee  www.augustineramwoerthsee.de

Ausrichter und Tickets über: http://waszusagen.com

Vortrag Titel NWP

Rundum Packeis im Peel Sund

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Back home again (Verfasser: Dr. Guido Marx)

Mitsegler Dr. Guido Marx am 30. September 2017:

Liebe Heide, lieber Erich,

ich bin wieder im Alltag angekommen und bin stolz und glücklich an Bord der Freydis dabei gewesen zu sein und dieses großartige Abenteuer gemeinsam mit Euch erlebt zu haben.

Ich freue mich auf ein erstes Wiedersehen am Freitag den 27.10. im Düsseldorfer Yachtclub.

Jakob Dirksen und Michael Matzerath werden auch nach Düsseldorf kommen und freuen sich ebenso euch beide wiederzusehen.

Ich werde die gigantischen Eisberge, Weiterlesen

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NWP: Die Reise in Zahlen

2017 Freydis durch die Nordwestpassage

Route NWP

Route durch die Nordwestpassage

 

1. Seemeilen

TörnWochenGebietSeemeilen
Insgesamt:5.281
I2 1/2Alaska Halbinsel535
II2 1/2Beringmeer945
III6 1/2NWP von Nome nach Ilulissat3.405
IV2 1/2Disko Bay396

2. Tage

 GebietZeitraumTage
Insgesamt:138
1)von Ankunft Kodiak bis Ankunft Nomevom 16. Mai bis 7. Juli53
2)Vorbereitung Nome bis Ende Aasiaat (Rückflug)vom 8. Juli bis 30. September85

3. Kernstück der NWP von Nome bis Landfall Aasiaat/Disko Bay

14. Juli bis 26. August, 3.405 Seemeilen, 44 Tage

Heide vor Ilulissat

Heide kurz vorm Ziel in Ilulissat (Foto von Mitsegler Guido Marx)

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Geschafft !!

Aasiaat, den 21. September 2017

An unsere Freunde und Mitsegler

Ihr Lieben,

Gestern traten unsere letzten vier Mitsegler die Heimreise an.

Wie sollen wir unsere Gefühle beschreiben?

Freude darüber, dass wir nun wieder zu zweit sind? Oder Trauer, dass all unsere Freunde abgereist sind? Beides trifft es nicht. Eher eine grenzenlose Erleichterung darüber, dass alles so gut geklappt hat, keiner von uns allen auf dem langen Weg von Alaska nach Grönland zu Schaden gekommen ist und darüber, dass sich unsere neue Freydis auch im Eis bestens bewährt hat. Zwar blieb auf etlichen Eisschollen etwas vom Antifouling hängen, aber Rumpf, Ruder, Rigg, Segel und Maschine kamen ohne Blessuren davon.

Freyids Eis

Lediglich in der Elektronik gab es wieder Ausfälle: Diesmal waren GPS, AIS, Selbststeuerung und Sumlog dran. (Der Temperaturgeber zeigte – je kälter es wurde – steigende Temperaturen. Im Eis waren es dann um die 20°C – Einladung zum Baden? Und das Echolot fiel immer gerade dann aus, wenn es im flachen Wasser spannend wurde. Aber wir hatten ja vorgesorgt und zwei weitere Echolote eingebaut, die zuverlässig arbeiteten. Weiterlesen

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Slipplatzsuche und Herbststürme

Qeqertarsuaq (Godhavn), an der Südspitze der Disko-Insel, den 7. September 2017

Hallo Freunde,

noch immer haben wir keinen Liegeplatz für die Freydis im kommenden Winter. Wir waren aber bereits zweimal in Aasiaat, sind mit der Werft im Gespräch und hoffen auf eine Zusage, dass wir einen der begehrten Slipplätze bekommen. Ein teures Vergnügen – mit € 8 bis 10 tsd (!) für den Winter müssen wir rechnen. Die Alternative wäre ein Liegeplatz im Wasser, kommt für uns jedoch nicht infrage. Das Risiko ist uns einfach zu groß, dass unser Boot Schaden nimmt durch Stürme und Eis.

Die nächsten zwei Wochen bleiben wir im Bereich der Disko-Bucht. Zum einen wegen der vielen attraktiven Ziele, die wir hier anlaufen können mit den vielen malerischen Fischerdörfer, dem Gletscher Eqip Sermia (100 Meter hohe Abbruchkante!), der Siedlung Ataa im gleichnamigen Fjord (in ihm wurde der Film „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ gedreht); zum anderen haben in der Davisstraße und Baffin Bucht jetzt schon die Herbststürme eingesetzt. Für die nächsten Tage (Samstag und Sonntag ) ist wieder Orkan angesagt mit Kerndruck 974 mb. Die Gewässer rund um die Disko-Insel bieten da einen guten Schutz. Auf der beigefügten Windkarte sieht man deutlich, wie die Disko-Bucht – mehr oder weniger – ausgespart ist.

Windkarte Disko-Bucht

Windkarte: Disko-Bucht vom Orkan ausgespart

 

Am 20. September beenden wir den letzten Segel-Abschnitt des Jahres. Unsere Mitsegler treten die Heimreise an während wir noch 10 Tage an Bord bleiben und die Freydis winterfest machen.

Herzliche Grüße
Heide & Erich

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NWP: Zuschrift von Thilo von Cölln (u.a.)

Liebe Heide, lieber Erich!

Na, ist die neue Crew schon angekommen? Zunächst will ich mich aber bei Euch beiden für die wunderbare Reise bedanken! Das war eine einzigartige Erfahrung! Diese Landschaft, diese Öde, das Eis, die Eisberge, die Inuit… Und Ihr wart beide sooo Klasse! Weiterlesen

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Am achten Weltwunder

Ilulissat in der Disko Bucht/Grönland, den 1. September 2017

An unsere Freunde und Mitsegler,

Ihr Lieben,

der letzte Blogeintrag stammt vom 17. August aus Fort Ross. Es ist also tatsächlich schon wieder einige Wochen her, dass wir uns gemeldet haben. Nach zwei gescheiterten Versuchen war es uns erst im dritten Anlauf gelungen, uns durch’s Packeis des Peel Sundes und durch die Bellotstraße – sie sind berüchtigt wegen ihrer Eisblockaden und ihrer starken Strömungen – ohne Gefahr fürs Boot frei zu arbeiten.

Rundum Packeis im Peel Sund

Rundum Packeis im Peel Sund

Wir waren alle ganz euphorisch! Wir hatten den „Gipfel“ der Nordwestpassage erreicht! Schiff und Crew waren einem Stresstest ausgesetzt und hatten ihn bestanden! Wenn man aus der sicheren Deckung ins Packeis geht, kann man sich leicht verschätzen, weiß nicht wie es ausgeht. Das Unternehmen kann scheitern. Aber ohne ein begrenztes Risiko einzugehen (auch mit den neuesten Eiskarten an Bord konnten wir das Risiko nicht ausschließen), ist die Passage nicht zu meistern.

Unsere „Early-Bird-Strategie“ war aufgegangen. Sie bedeutete: So früh wie möglich zur Stelle sein, um keine einzige Chance zu verpassen, denn es könnte die letzte sein! Aus all den Berichten von Seglern der NWP geht hervor, dass auch Experten keine Prognosen für die Bewegungen des Packeises stellen können. Es ist möglich, dass sich zu Beginn des Sommers oder auch erst gegen Ende der Saison eine Passage öffnet. Ebenso ist es möglich, dass überhaupt kein Durchkommen gelingt. Deshalb passierten wir sehr früh das Eis bei Point Barrow und brachen als erste von Cambridge auf, um in einer Bucht vor dem geschlossenen Packeisfeld des Peelsundes in Warteposition zu gehen, dicht gefolgt von der Plum, die eine ähnliche Strategie verfolgte.

Nach uns sind einige Yachten ebenfalls durchgekommen. Aber nun – es ist schon der 1. September – warten immer noch fünf weitere Yachten, die wir ebenfalls in Nome kennen gelernt haben, auf ihre Chance. Sie liegen in Buchten vor den Eisblockaden der Tasmania-Inseln in Wartestellung vor Anker und es ist fraglich, ob sie es in diesem Jahr noch schaffen. Weiterlesen

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Fort Ross — Gipfel der Nordwestpassage

Donnerstag, der 17. Aug. 2017, unser 34. Tag seit Nome. Auf dem Weg durch die Nordwestpassage liegen seit Kodiak ca. 3.900 Seemeilen hinter uns.

Fort Ross 72°00N 94°14’W

03:15 Uhr. Der Anker fällt am Fuß der beiden Hütten, die von der ehemaligen „Hudson’s Bay Company trading post“ übrig geblieben sind.

Wir haben den schwierigsten Teil der Nordwestpassage nun hinter uns. Thilo’s Kommentar: „Sie hat sich mannhaft gewehrt, war ein starker und würdiger Gegner.“

Die letzten Tage im und durchs Packeis waren an Spannung kaum zu überbieten. Das viele Hoffen und Bangen und zwei prekäre Rückschläge müssen wir nun erst einmal verkraften.

Gestern passierten uns fünf Yachten auf Gegenkurs von Ost nach West, zwei französische, eine deutsche, eine grönländische und eine russische, alle waren von Fort Ross aufgebrochen. Das Packeis in der Franklin- und der James Ross Strait, das uns so viele Mühen gekostet hat, liegt noch vor ihnen und die lange Strecke über Cambridge Bay, Point Barrow und Nome nach Kodiak.

Die Freydis ist in diesem Jahr trotz zahlreicher Aufenthalte die erste Yacht in Fort Ross auf dem Kurs von West nach Ost.

Wir sind also nun auf dem Gipfel und in Feierlaune. Aber der Abstieg beginnt. Rund tausend Meilen sind es noch bis Ilulissat, unserem ersten grönländischen Hafen.

Herzliche Grüße von allen an Bord:

Folkmar, Thilo, Lore, Heinz, Moritz, Norbert,
Heide und Erich

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Eis-Update

Sven Taxwedel von Firma „Wetterwelt“

Aktuelle Eiskarten (Stand 10.8.) haben Sie sich bereits heruntergeladen. Auf dieselben Karten beziehe ich mich in dieser Einschätzung sowie auf hochauflösende MODIS- Satellitenbilder, die aber seit Tagen kaum einen wolkenfreien Blick auf die Eisverhältnisse zulassen:

Meine persönliche Einschätzung ist, dass die Eissituation zwischen Cape Cambridge und Cape Francis kritisch ist und wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht über Gelingen oder Misserfolg dieser Passage treffliche Aussagen machen können, denn das Eisfeld dort ist analysiert als kompakt (> 7/10) und es handelt sich um Alteis mit bis zu 30-70 cm , teils noch dickeren Eisschollen mit Ausdehnung von 500-2000 m (per Definition Egg-Code Can.Ice Service).

Obwohl jetzt zwei Tage richtig intensive Schmelzbedingungen anstehen dürften, wird sich dieses Eis davon sicherlich nicht Aufschmelzen lassen. Wir müssen vielmehr darauf hoffen, dass 2-3 Tage S-SE-Wind jetzt das Eisfeld weit genug von der Küste weg driften lassen, so dass der küstennahe Korridor eine eisarme/freie Passage bietet.

Auf der anderen Seite, wird dieser anstehende Warmluftvorstoss der effektivste des verbleibenden Sommers sein. Weitere günstige Wetterlagen wie die jetzt anstehende sind äußerst unwahrscheinlich. Daher wäre meine Einschätzung, dass jetzt Samstag/Sonntag die wesentliche Möglichkeit mit reellen Chancen ist, nach Norden durchzubrechen. In den weiteren Aussichten deutet sich erstmal kein ähnliches Szenario an.

Dazu wäre zu empfehlen – wie geplant – von Gjoa Haven aufzubrechen und bis vor die Eisgrenze bei Cape Cambridge zu fahren. Dort Start am Samstagmorgen, denn – im Gegensatz zur Info von der PLUM – erwarte ich, dass sich schon am Sonnabend SE-liche Winde sich aufbauen. Und wir haben definitiv nur zwei sichere Tage Zeit.

Dann (aber nur wenn sich mit den Eiskarten von Freitagabend Entspannung andeutet) vorsichtig und dicht unter der Küste nach Norden setzen.

Dazu mit den Eiskarten am Samstag sowie der Lage vor Ort entscheiden, ob die Passage durch dieses Eisfeld machbar erscheint oder Zweifel bestehen – so, wie die Bedingungen vor Ort das Vorankommen zulassen. Falls die Lage direkt vor Ort Zweifel an der Machbarkeit des folgenden Ablaufplans aufkommen lassen, dringend überlegen, ob zurückgesegelt und abgebrochen wird, solange der S-Wind den Korridor im Süden von Ihnen noch freihält. Die Entscheidung sollte dann spätestens mit dem Eintreffen der neuen Analysekarten im Laufe des Samstags gefällt werden!

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Am kritischen Punkt

Cambridge Bay (69°07N und 105°03W), den 7. August 2017

An unsere Freunde und Mitsegler,

Ihr Lieben,

haben an der kleinen Pier von Cambridge Bay festgemacht. Wenn Nome das „Basislager“ war, von dem aus alle Yachten starten, die von West nach Ost durch die NWP wollen, so kann man Cambridge Bay als das „letzte Lager unter dem Gipfel“ bezeichnen.

Nach über 3.300 Seemeilen seit unserem Aufbruch vor 2 1/2 Monaten auf Kodiak nähern wir uns nun den kritischen Bereichen der Nordwest-Passage, also der Victoria Staße, der James Ross Straße, dem Larsen Sund, der Franklin Straße, dem Peel Sund und der Bellot Straße. Sie sind alle nach der aktuellen Eiskarte des Canadian Ice Service noch vollkommen dicht mit Eis, also 9+, d.h. die Konzentration liegt zwischen 9 und 10 Zehntel. Unter diesen Bedingungen haben wir nicht die Spur einer Chance, einen Weg durch das Eis zu finden.

Eiskarte 06.08.2017

Eiskarte vom 6. August 2017

Heute im Laufe des Tages erfolgt ein Teil-Crewwechsel: Frank und Hartmut treten die Heimreise an, Thilo und Folkmar stoßen mit dem Flieger zu uns. Wir sind dann insgesamt wieder zu acht. Weiterlesen

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